Bis auf Widerruf beendet der Corona-Krisenstab in Oberspreewald-Lausitz seine Arbeit. Auch das Bürgertelefon ist seit dieser Woche wieder abgeschaltet. Darüber informiert Gesundheitsdezernent Alexander Erbert. Grund ist die niedrige Infektionsrate im Landkreis. Seit Mitte März haben sich nachweislich 52 Menschen mit dem neuartigen Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Davon sind 49 Personen genesen. Es gibt zwei Todesfälle. Ein Mensch ist aktuell noch mit dem Erreger infiziert.

Zehntausende Masken in Oberspreewald-Lausitz verteilt

Der Corona-Verwaltungsstab wurde zum 16. März einberufen. Hier liefen alle Informationen in Sachen Corona zusammen. „Es wurde die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen überwacht, notwendige Maßnahmen auf Landes- und Landkreisebene auf den Weg gebracht, deren Umsetzung organisatorisch begleitet und überwacht“, beschreibt Erbert das Arbeitsspektrum und untermauert das mit beeindruckenden Zahlen: So wurden seit dem 3. April mehr als 50.000 einfache Schutzmasken, mehr als 13.800 FFP2-Masken, 10.600 Paar Einweg-Handschuhe, 2.050 Liter Handdesinfektion und 540 Liter Flächendesinfektionsmittel ans Klinikum Niederlausitz und andere Pflege-Einrichtungen verteilt. Das bis Mitte April heiß begehrte und immer knapper werdende Material habe der Landkreis teilweise selbst kurzfristig bestellen müssen – und dabei 170.000 Euro aus dem eigenen Haushalt entnommen, bilanziert Alexander Erbert.
Ein beachtliche Zahl hat auch das Corona-Telefonangebot parat. Die Mitarbeiterinnen der kostenfreien Hotline telefonierten von Mitte März bis Mai insgesamt 11.000 Minuten mit den Bürgern. „Die Anrufe kamen dabei nicht nur aus dem Landkreis, sondern aus ganz Deutschland und dem Ausland“, teilt Kreissprecherin Marlen Weser mit.

OSL-Krisenstab trifft sich täglich in Großräschen

Der Krisenstab hat sich aus Vertretern der Leitungsspitze, von Fachbereichen, wie etwa dem Gesundheitsamt, sowie den Bereichen Feuerwehr und Rettungsdienst zusammengesetzt. Auch die Bereiche Schule, Jugendamt, Ordnungsangelegenheiten, öffentlicher Personennahverkehr und weitere waren regelmäßig vertreten. Über den gesamten Zeitraum waren im Durchschnitt 19 Beschäftigte täglich am Standort des Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnischen Zentrums in Großräschen in der Stabsarbeit eingesetzt, an den Wochenenden im Schnitt vier Personen am Tag. In insgesamt 88 Tagen Stabsarbeit wurden 46 Lagebesprechungen durchgeführt und mehr als 7.000 Lagemeldungen an die Kommunen versandt.
Fragen zur Corona-Lage im Landkreis können ab sofort schriftlich an das Gesundheitsamt unter gesundheitsamt@osl-online.de sowie an die Telefonnummer (03573) 870-4352 gerichtet werden. Die jeweiligen Ansprechpartner aus den Fachämtern stehen für Fragen zur Verfügung.

Senftenberg

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