Der von Pflegeeinrichtungen in Oberspreewald-Lausitz angezeigte Bedarf an Corona-Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln übersteigt die vorhandene Kapazität. Das teilt Kreissprecherin Sarah Werner mit. Der Verwaltungsstab versuche weiterhin, die Einrichtungen bei ihren Beschaffungsbemühungen zu unterstützen.

In der vergangenen Woche wurden zunächst etwa 75 Pflegeeinrichtungen in OSL beliefert. In dieser Woche folgen weitere Häuser. „Die Verteilung erfolgt nach Prioritätensetzung und nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt“, erklärt Werner. Bedient werden das Klinikum Niederlausitz, der Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und sonstige Einrichtungen.

Ärger um die Begriffe „Mundschutz“ und „Atemschutzmaske“

An die Adresse der vielen freiwilligen Näherinnen von Masken gerichtet warnt die Kreissprecherin in diesem Zusammenhang vor der Verwendung der Begriffe „Mundschutz“ und „Atemschutzmaske“. Denn diese könnten auf ein Medizinprodukt schließen lassen. Hintergrund ist, dass dies auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte auf den Plan rufen könnte. „Der Landkreis empfiehlt, in der offiziellen Sprachregelung von ‚Behelfsmasken’ zu sprechen und bedankt sich bei allen engagierten Näherinnen und Nähern in OSL für ihr Engagement“, so Werner.

Die Pressesprecherin informiert zudem über derzeit steigende Anfragen zum Thema „Ein-Kind-Regelung“ bei der Notbetreuung. Informationen und Formulare sind auf www.osl-online.de hinterlegt. Die Not-Betreuungsquote im Bereich Krippe, Kita, Hort liegt bei sieben Prozent, im Bereich der Tagespflege bei neun Prozent. Insgesamt befinden sich etwa 503 von 7454 Kindern in Betreuung.