Wer in Senftenberg als Fußgänger oder Radfahrer an der Kaufhaus-Kreuzung oder am Gericht die Straße überqueren will, muss die gelben Taster an den Ampel drücken. Da dies sehr viele Menschen machen, ist während der Corona-Pandemie die Infektionsgefahr erhöht. Schließlich können die Viren auf solchen Oberflächen mehrere Stunden überleben, haben Wissenschaftler herausgefunden.

Auf Bürgeranregung im jüngsten Bauausschuss sollen daher die sogenannten Bedarfs- beziehungsweise „Bettel-Ampeln“ in der Seestadt überprüft werden. Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Frederich (SPD) ist das Ziel, den unmotorisierten Passanten mit einem automatischen Grün das Überqueren der Straße zu ermöglichen. So wird das Drücken der Taster überflüssig.

In Dresden und Jena werden die Ampeln bereits umgestellt

In Dresden und in Jena befinden sich die entsprechenden Ampeln bereits in der Umstellung. Nach Angaben des Dresdner Verkehrsbürgermeisters Raoul Schmidt-Lamontain sind in der Landeshauptstadt 480 Bedarfsampeln betroffen. Deren Umstellung werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Aufwand sei nicht unerheblich: „Jede einzelne muss dafür separat umgeplant und umprogrammiert werden“, sagt Schmidt-Lamontain. Die jeweiligen Kosten pro Ampel bewegen sich bei rund 1000 Euro.

Ob und wann die beiden Ampelanlagen in Senftenberg tatsächlich umprogrammiert werden, steht nach Angaben der Seestadt derzeit noch nicht fest.

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