Pünktlich zum Start der Maskenpflicht am 27. April lässt Ruhlands Bürgermeister Thomas Höntsch (SPD) in dieser Woche 500 kostenlose Alltagsmasken an ältere Einwohner der Elsterstadt verteilen.

Ruhlander Jungunternehmerin kann Nähstube wieder öffnen

Mit dem Nähauftrag an die Ruhlander Jungunternehmerin Susan Will trägt der jüngste Bürgermeister Brandenburgs zugleich dazu bei, dass die Ladentüren der Nähstube von „Paluna Design“ auch nach Corona geöffnet bleiben. Die ersten 200 Masken für Ruhlander Einwohner ab 60 Jahre werden am Vereinsheim des DRK ausgegeben.

Die Maskenproduktion rettet der 37-jährigen Geschäftsfrau die Existenz. Vor Aufträgen kann sie sich kaum retten. Das Amt, die Stadt, Apotheken, Unternehmen und Privatleute rennen ihr seit Tagen die Bude ein. Aus Dresden kommt sogar ein Großauftrag für 1000 Alltagsmasken.

Ruhlander Jungunternehmerin kann Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen

Aufgrund der steigenden Nachfrage konnte Chefin Susan Will ihre drei Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen. Jetzt rattern die Nähmaschinen im Laden am Markt ab 4 Uhr morgens, um alle Aufträge abarbeiten zu können. Mehr als 5000 Masken wurden bereits genäht und verkauft. „Unsere Existenz hängt da dran“, bestätigt Susan Will. Vor zwei Jahren hatte sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Spezialisiert auf den Stoffhandel und das Nähen von Kinder- und Erwachsenenkleidung, war das Geschäft unter Corona zusammengebrochen.

Die vom Bürgermeister bestellten Masken werden am 28., 29. und 30. April jeweils von 10 bis 12 Uhr beim DRK-Ortsverein in der Dresdener Straße ausgegeben. Bürgermeister Höntsch bittet darum, einen Personalausweis mitzubringen. Pro Person wird eine kostenlose Maske aus Baumwollstoff ausgegeben.