An Lausitzer Schulen wird auch in den Sommerferien gelernt – freiwillig. Während Brandenburg dabei auf freie Träger und eine Kombination aus Freizeitspaß und Lernen setzt, sind in Sachsen die Schulen direkt für den Sommerunterricht verantwortlich. Sie bieten Unterricht in ausgewählten Fächern an – ganz klassisch und ohne Freizeitgestaltung.

Brandenburg und Sachsen finanzieren freiwillige Ferienangebote

Auf diese Weise soll nachgeholt werden, was liegen geblieben ist, als die Corona-Pandemie regulären Unterricht unmöglich machte. Das selbstständige Lernen zu Hause gelang nicht jedem Schüler gleich gut. Um den Kindern nun Hilfestellung zu leisten, gibt es die freiwilligen Ferienangebote. Finanziert werden sie von den Bildungsministerien.
Das Brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport stellt laut einer Pressemitteilung 2,7 Millionen Euro bereit. In Sachsen sind es bis zu elf Millionen Euro, wie das Sächsische Staatsministerium für Kultus in seinem Blog mitteilt.

Lernstandsanalyse soll Defizite ermitteln helfen

Wie stark das Lerndefizit infolge des Homeschoolings tatsächlich ist, soll nach den Ferien in einer Lernstandsanalyse ermittelt werden. Die genaue Umsetzung bleibt dabei den Schulen überlassen. Angst vor zusätzlichen Tests brauchen die Schüler vorerst nicht zu haben: „Das kann man auch gut im Präsenz-Unterricht feststellen“, sagt Ulrich Thorhauer, Schulleiter der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lübbenau.
Bisher überwiegt unter Lehrkräften die Zuversicht, dass das Defizit aufgearbeitet werden kann: „Das Schuljahr werden wir schon noch an der Situation zu kauen haben, aber dann wird sich das wieder einpegeln“, sagt die Deutschlehrerin Ulrike Meiser vom Schulzentrum „Dr. Albert Schweitzer“ in Vetschau. Vorausgesetzt natürlich, dass es nicht coronabedingt zu erneuten Schulschließungen kommt.