Auch wenn die Zahlen zwischenzeitlich sprunghaft nach oben geschnellt sind, gibt es im Oberspreewald-Lausitz-Kreis seit Weihnachten eine kontinuierliche Abwärtsbewegung der Sieben-Tage-Inzidenz. Damals lag der Wert der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 bei 574,2. Der Wert sinkt seitdem, auch weil im Landkreis schärfere Regeln gelten als anderswo. OSL ist nun nicht mehr der Corona-Hotspot-Kreis im Land Brandenburg. Höhere Werte gibt es zum Beispiel in Cottbus und Spree-Neiße.
„Ich freue mich, dass die einschneidenden Maßnahmen von Bund, Land und Landkreis, die uns allen viel abverlangt haben und weiterhin abverlangen, offensichtlich Wirkung zeigen. Die Zahlen für OSL sind gesunken, wenngleich das Infektionsgeschehen weiterhin auf einem zu hohen Niveau verbleibt“, teilt Landrat Siegurd Heinze (parteilos) mit und dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an die Regeln gehalten haben und diese auch weiterhin befolgen.

Noch keine Entspannung der Corona-Lage in OSL

Mit Blick auf die nächsten Wochen sei es wichtig, kein voreiliges Sicherheitsgefühl einziehen zu lassen. „Die Situation bleibt gefährlich, trotz angelaufener Schutzimpfungen und Rückgang der 7-Tages-Inzidenz“, so der Verwaltungschef. Es sei weiterhin notwendig, dass sich ausnahmslos alle umsichtig verhalten und beispielsweise an die geltenden Kontaktbeschränkungen halten.
Mit Blick auf die gesetzte Zielvorgabe seitens Bund und Land von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche könne weiterhin nicht von einer Entspannung der Lage gesprochen werden.
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Senftenberg

Die aktuelle Allgemeinverfügung des Landkreises OSL, die einzelne Regelungen des Landes punktuell verschärft, gilt weiterhin unverändert bis zum 31. Januar fort. Ob es anschließend eine weitere Verlängerung geben müsse, hänge vom Infektionsgeschehen ab. Neben der ganztägigen Ausgangsbeschränkung des Landes gilt in OSL eine nächtliche verschärfte Ausgangsbeschränkung in der Zeit von 22 bis 5 Uhr. Zudem sind Kitas nur für eine Notbetreuung geöffnet.
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