Kein Grund zum Aufatmen, aber eine Tendenz ist erkennbar: Seit Tagen sinkt im Landkeis Oberspreewald-Lausitz die Zahl der Corona-Neu-Infektionen. Am Montag, 4. Januar, sind elf neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet worden. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Zahlen aufgrund der Feiertage und weniger durchgeführten Tests nachträglich angepasst werden.
Und dennoch: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist nicht mehr Schlusslicht in der Lausitzer Corona-Statistik. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Fällen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner, ist auf 320 gesunken. Im Elbe-Elster-Kreis liegt dieser Wert bei 441. Auch Cottbus, Spree-Neiße sowie die beiden sächsischen Landkreise Bautzen und Görlitz kämpfen mit höheren Inzidenzen.

116 Corona-Todesfälle seit dem Frühjahr in OSL

Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr sind 3731 labordiagnostisch bestätigte Covid-19-Fälle in Oberspreewald-Lausitz registriert worden. 2778 Personen gelten als genesen. Aktuell sind 837 Menschen infiziert, davon werden 36 Personen im Klinikum Niederlausitz behandelt, zwölf intensivmedizinisch. 116 Menschen (+1) aus dem Landkreis sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. In häuslicher Quarantäne befinden sich nach Kreisangaben derzeit 1387 Bürger aus OSL.
In Senftenberg gibt es derzeit die meisten Fälle (237). Es folgen Lauchhammer (123), Lübbenau (97), das Amt Ruhland (84), Schwarzheide (57) und das Amt Ortrand (56). Alle anderen Kommunen und das Amt Altdöbern haben weiger als 50 aktive Fälle.

Notbetreuung für Kinder in Oberspreewald-Lausitz gestartet

Unterdessen hat auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz am Montag die Notbetreuung in den Kitas und Schulen begonnen. Für Schüler der 1. bis 4. Klasse mit einem Notbetreuungsanspruch wird eine Notbetreuung in der Schule organisiert. Sie umfasst die Unterrichtszeit der Jahrgangsstufe des jeweils regulären Schultages.

Senftenberg

Der Hort organisiert für die Kinder der ersten bis vierten beziehungsweise sechsten Jahrgangsstufe außerhalb der Unterrichtszeit eine Notbetreuung im Rahmen der Kindertagesbetreuung.
Kinder der fünften und sechsten Jahrgangsstufe haben dabei lediglich einen Anspruch auf Notbetreuung, wenn mindestens ein Erziehungsberechtigter im medizinischen, pflegerischen Bereich oder im Auftrag des Landkreises als Gesundheitsbehörde zur unmittelbaren Pandemiebekämpfung tätig ist, wie der Landkreis informiert.

Ferienfahrplan gilt in Oberspreewald-Lausitz

Zuständig für die Prüfung und Bescheidung der Notbetreuung in Kita und Schule sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Der Landkreis OSL hat diese Aufgabe den kreisangehörigen Kommunen übertragen.Eltern, die einen Anspruch auf Notbetreuung ihrer Kita- beziehungsweise Grundschulkinder haben, müssen weiterhin wie bisher den „Antrag auf Notbetreuung“ ausfüllen und bei den Einrichtungen beziehungsweise Schulen abgeben.
Eltern sollten beachten, dass bis vorerst 10. Januar außerplanmäßig der Ferienfahrplan gilt. Alle dafür relevanten Informationen stellt die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz auf ihrer Internetseite www.vgosl.de/aktuelles bereit.
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