Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis ist auch am Freitag, 15. Januar, die Zahl der Neu-Infektionen im Vergleich zu den Vorwochen zurückgegangen. Das Gesundheitsamt meldet 41 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Am Freitag vor einer Woche waren es noch 106.
Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Fälle binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner – sinkt weiter und liegt nun bei 280. Mit oder an dem Coronavirus sind seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 nunmehr 145 (+1) Menschen aus OSL gestorben. Im Klinikum Niederlausitz in Senftenberg werden derzeit 38 Corona-Patienten behandelt, zwölf von ihnen intensivmedizinisch.

OSL-Kreis verlängert Corona-Allgemeinverfügung

Aufgrund der sich „weiterhin als prekär darstellenden Infektionslage“ hat der Landkreis seine Allgemeinverfügung bis zum 31. Januar verlängert, wie Kreissprecherin Sarah Werner mitteilt. Damit gelten auch in den nächsten zwei Wochen schärfere Schutzmaßnahmen als es die aktuelle Eindämmungsverordnung des Landes vorsieht.
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Senftenberg, Potsdam

Das betrifft zum Beispiel die nächtliche Ausgangsbeschränkung. In der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur in Ausnahmefällen zulässig. Somit gelten in OSL in dieser Zeit unter anderen das Ausüben von Sport und die Bewegung an der frischen Luft nicht als triftiger Grund zum Aufenthalt im öffentlichen Raum.

Kitas in OSL blieben nur für Notbetreuung geöffnet

Kitas bleiben weiter nur für eine Notbetreuung offen. Für den Anspruch auf Notbetreuung in Schulen (Horten) und Kindertageseinrichtungen gelten weiterhin die in der bisherigen Allgemeinverfügung vom aufgeführten Berufsgruppen der kritischen Infrastrukturbereiche. Neu hinzu kommt die Steuerrechtspflege. Die anspruchsberechtigten Berufsgruppen sind auf dem Antragsformular für Notbetreuung für den Landkreis Oberspreewald-Lausitz ersichtlich. Die Regelung aus der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg für die Alleinerziehenden ab 18. Januar findet im Landkreis keine Anwendung, teilt Kreissprecherin Sarah Werner weiter mit.

Senftenberg

In Schulen dürfen die Abschlussklassen ab Montag, 18. Januar, wieder vor Ort lernen. In OSL bleibt abweichend vom Land zusätzlich auch der Präsenzunterricht für Schüler an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie an der Volkshochschule und Musikschulen in öffentlicher und privater Trägerschaft weiterhin untersagt. Entsprechendes gilt für Angebote der Bildungsdienstleister im Bereich der beruflichen Bildung, Weiterbildung und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen sowie vergleichbare Angebote.

Gottesdienste bleiben im Corona-Hotspot OSL verboten

Versammlungen bleiben im Landkreis Oberspreewald-Lausitz aufgrund der Überschreitung des Grenzwertes von kumulativ mehr als 200 Neuinfektionen weiterhin untersagt. Das betrifft auch Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen.

Senftenberg

Hochzeiten und Bestattungen dürfen weiterhin nur im engsten Familienkreis stattfinden, wobei auch bei der Durchführung unter freiem Himmel die Anzahl der beteiligten Angehörigen zehn Personen nicht überschreiten darf, erläutert Sarah Werner.
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