Im Kampf gegen die Corona-Krise macht sich Hoffnung breit: Am Sonntag wurde die Großräschenerin Ruth Heise (86) als erste Brandenburgerin gegen das Corona-Virus geimpft. Es ist der Auftakt eines Impf-Marathons, der die Pandemie beherrschbar machen soll. Grund zu vorsichtigem Optimismus geben auch die Zahlen der Neu-Infektionen. Diese sinken seit einigen Tagen, auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Offenkundig zeigen die vom Landkreis und Land verschärften Regeln und Kontaktbeschränkungen Wirkung.
Erste Brandenburgerin gegen Corona geimpft Ruth Heise: „Alles halb so schlimm“

Großräschen

An diesem Montag, 28. Dezember, hat das Gesundheitsamt OSL im Vergleich zum Vortag 13 neue Fälle gemeldet. Das ist der niedrigste Wert seit sechs Wochen. Am 16. November lag dieser Wert bei zehn. Damit sinkt auch die Sieben-Tage-Inzidenz bezogen auf 100.000 Einwohner. Mit einem aktuellen Wert von 418 ist Oberspreewald-Lausitz aber immer noch ein Corona-Hotspot. Höhere Werte verzeichnen in der Lausitz der Elbe-Elster-Kreis sowie die beiden sächsischen Landkreise Bautzen und Görlitz.

OSL bleibt trauriger Spitzenreiter bei Corona-Toten

Bei den Sterbefällen bleibt Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg trauriger Spitzenreiter. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr sind nunmehr 99 Menschen mit oder an Corona verstorben. Vor Heiligabend lag dieser Wert noch bei 89.
Im Klinikum Niederlausitz in Senftenberg werden Stand Montag, 28. Dezember, 37 Corona-Patienten behandelt, davon 14 auf der Intesivstation.
Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Fälle seit dem Frühjahr ist auf 3381 angestiegen. Aktuell sind 1146 Personen infiziert, 2136 gelten als genesen. In häuslicher Quarantäne befinden sich 1721 Bürger. Am stärksten betroffen ist Senftenberg mit 337 aktiven Corona-Fällen, gefolgt von Lauchhammer (116) und dem Amt Ruhland (114).
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