Eltern, deren Kind ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Oberspreewald-Lausitz besucht und noch kein Schulkind ist, können dieses ab 26. April nun einmal pro Woche kostenfrei selbst testen. Darüber informiert Landrat Siegurd Heinze (parteilos). Ziel sei es, durch das frühzeitige Erkennen von Verdachtsfällen das Infektionsgeschehen wirksam einzudämmen und damit Einrichtungen möglichst lange offen halten zu können.
Die Durchführung der Selbsttests sei freiwillig. Auch bestehe keine Verpflichtung der Eltern, die Kita über die tatsächliche Durchführung und das Ergebnis zu informieren. Aber: Kinder, die positiv getestet wurden, dürfen das Kindertagesbetreuungsangebot nicht besuchen, stellt der Landrat klar.

Meldung ans Gesundheitsamt OSL bei positivem Corona-Test

Ein positives Selbsttestergebnis löse eine Meldepflicht gegenüber dem Kinderarzt und dem Gesundheitsamt aus. Es sei unverzüglich ein PCR-Test vorzunehmen und bis zum Testtermin alle Kontakte zu vermeiden und sich in eine häusliche Quarantäne zu begeben.
„Es gilt, alles dafür zu tun, eine erneute Schließung der Kitas in OSL, wie es bereits im Januar und Februar der Fall war, zu vermeiden. Dabei ist klar: Nur bei breiter Akzeptanz und Mitwirkung kann die Teststrategie wirksam umgesetzt werden“, sagt Landrat Siegurd Heinze.

27 neue Corona-Fälle in OSL – Inzidenz liegt bei 173

Derweil ist auch an diesem Freitag, 21. April, die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz angestiegen. Das Landratsamt meldet 27 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Fälle binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner, liegt nun bei 173. Seit dem Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind 261 Menschen aus dem Landkreis mit oder an Corona verstorben.
Insgesamt sind jetzt 6821 nachgewiesene Corona-Fälle in OSL bekannt, davon 371 aktuelle. Als genesen gelten 6189 Menschen. 783 Personen befinden sich in amtlich verordneter häuslicher Quarantäne.

67 aktuelle Corona-Fälle in Senftenberg

Im Senftenberger Krankenhaus werden aktuell zehn Covid-19-Patienten behandelt, davon drei intensivmedizinisch. Ein Mensch muss laut dem Intensivregister Divi beatmet werden.
Die meisten aktiven Corona-Fälle verzeichnet derzeit Senftenberg. Dort sind aktuell 67 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Lauchhammer gibt es aktive 59 Fälle, in Lübbenau 47, in Calau 38, im Amt Ortrand 37, in Schwarzheide 30, in Vetschau 27, im Amt Altdöbern 21, im Amt Ruhland 16, in der Gemeinde Schipkau elf und in Großräschen zehn.
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