Jeder Kilometer zählt. Das weiß auch der FSV „Glückauf“ Brieske/Senftenberg. Der größte Verein in der Region hat diese Binsenwahrheit jetzt kreativ in sein Trainingsprogramm aufgenommen. Die Marschroute: Je mehr Kilometer gelaufen, geradelt, geskatet oder spaziert werden, desto mehr Geld kommt für einen guten Zweck zustande. Die Idee wurde im Mannschaftsrat der ersten Mannschaft geboren. Der Kader kann sich in der fußballfreien Corona-Zeit ohnehin fast nur individuell fit halten und hat diese Aufgabe nun mit einem sozialen Gedanken verbunden, erläutert Geschäftsstellenleiter Marco Kloss.

72 Senftenberger strampeln für Corona-Hilfsaktion

Die Aktion lief gut einen Monat und war ertragreich. 72 Teilnehmer – vom Spieler über Präsident, Trainer und Betreuer bis hin zur Schwiegermutter vom Torwart – strampelten so etwa 17 000 Kilometer zusammen. Ein ganz „Verrückter“ sei sogar mit dem Fahrrad bis nach Cottbus zur Arbeit gefahren.
Die Strecken-Nachweise wurden von der Sportuhr oder dem Smartphone per Nachrichtendienst WhatsApp an die Geschäftsstelle gesendet und dort gesammelt. Insgesamt sind 1700 Euro zusammengekommen, bilanziert Marco Kloss stolz.

FSV Brieske/Senftenberg spendet Geld an Tierpark

Das von den Teilnehmern gespendete Geld wollen die Briesker Knappen an diesem Donnerstag dem Senftenberger Tierpark überreichen – obwohl der Sportverein in der unfreiwilligen Spielpausen ohne Zuschauereinnahmen ja selbst gebeutelt ist. Tierparkleiter Holger Loser ist gerührt: „Eine tolle Aktion der Knappen, die Tiere werden sich freuen und gerade ein Verein, der auch durch diese Krise gebeutelt ist, hilft hier mit einer großartigen Geste.“