Im Ruhlander Stadtsäckel zeichnen sich schon zur Halbjahres-Bilanz herbe Corona-Einbußen ab. Darauf hat Amtsdirektor Christian Konzack die Stadtverordneten bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Guteborn eingeschworen.

Ein Berg von Stundungsanträgen

Die Stadt Ruhland kalkulierte für das Jahr 2020 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rund 470 000 Euro. Diese Summe muss nun aufgrund des Corona-Notstandes drastisch nach unten korrigiert werden. Der Einnahme-Einbruch zeichne sich bereits deutlich ab, so Konzack. Denn der Verwaltung liegen bereits Stundungsanträge in Höhe von 54 000 Euro vor. Tendenz steigend.
Neben den Einbußen bei der Gewerbesteuer rechnet der Amtsdirektor auch mit drastisch rückläufigen Einnahmen bei der Umsatz- und Einkommenssteuer. „Damit werden wir vermutlich ein dickes Minus einfahren“, erklärte der Verwaltungschef vor dem Stadtparlament.
Einen konkreteren Zwischenstand mit Zahlen, die die Schätzung unterlegen, will die Verwaltung bis August erarbeiten. Erst dann wisse man genau, wo die Stadt Ruhland aktuell liegt.

Haushaltsplanung 2021 verschiebt sich nach hinten

Der Corona-Einbruch wirkt sich in Ruhland auch auf die anstehende Haushaltsplanung für das Jahr 2021 aus. Die Planungsrunden werden in den Oktober und November verschoben. Damit wird die Elsterstadt im Januar 2021 mit einer vorläufigen Haushaltsführung an den Start gehen müssen. Der Haushalt für das neue Jahr kann unter den neuen Bedingungen wahrscheinlich erst im Juni 2021 beschlossen werden.