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| 01:29 Uhr

Christian Pabel ist Pfarrer in Senftenberg

Senftenberg. In den katholischen Kirchengemeinden der Region sind vor kurzem größere Umstrukturierungen erfolgt und neue Pfarrer ernannt worden. So ist für das Gebiet Senftenberg-Klettwitz-Ruhland-Schwarzheide seit Mitte April der Schwarzheider Pfarrer Christian Pabel zuständig.

Für das Gebiet Finsterwalde-Doberlug-Kirchhain-Tröbitz wurde der bisherige Luckauer Pfarrer Norbert Christoph eingesetzt. Für das Gebiet Luckau-Dahme-Golßen kommt Pfarrer Bronislaw Marecik aus Schwerin dazu. Pfarrer Christian Pabel erklärte der RUNDSCHAU die neue Situation.

Schlägt sich in den Umstrukturierungen der Zwang zum Sparen nieder, vor der heute auch die katholische Kirche steht?

Nicht immer gibt es einen zweiten Seelsorger zur Aushilfe. Dabei sind wir etwa fast genauso viele Katholiken wie vor 100 Jahren, haben aber einige Kirchen mehr erbaut und renoviert. Ähnlich wie bei den evangelischen Pfarrern und Pfarrerinnen, die mehrere Pfarrhäuser verwalten und teils bis zu sechs Predigtstellen haben. Was uns dabei schmerzt, dass wir nicht flächendeckend Jugendarbeit oder Familienkreise übernehmen können.

Wie verhalten sich die Gottesdienstbesucher?

Was uns sehr freut ist, dass viele mit ihren Autos jetzt ihre Nachbargemeinde zum Gottesdienst besuchen. Die einen, weil sie sich an eine liebgewordene Zeit gewöhnt haben, die anderen, weil sie ihre Gemeinde und Pfarr kirche nicht missen wollen.

Kirchliches Leben ist ja oft tief verwurzelt mit dem kulturellen und sozialen Leben im Ort. . .

Die politische Gemeinde lobt, dass es die kleinen Orgelkonzerte gibt, die Zusammenarbeit mit der Musikschule, mehrere ökumenische Chöre und immer noch unsere Aktion „Sankt Petersburg“. Leider können wir keine Textilien mehr auf die Reise schicken. Wir unterstützen aber fünf von den 22 Projekten der Caritas in Russland. So zum Beispiel die Sozialpädagogische Schule im Hartmut-Kania-Haus und die Pflegestation mit Schwester Adriane.