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| 02:59 Uhr

Christdemokraten greifen das Verkehrskonzept an

Zum Beitrag "Verkehrsführung in Endlos-Schleife" (RUNDSCHAU vom 27. März) schreibt Andreas Pfeiffer, der Vorsitzender des Ortsvereins der CDU Senftenberg und Stadtverordneter ist: Es sei unverständlich, weshalb der Bürgermeister zwei Jahre benötigte habe, "um eine Beschlussvorlage zum Befahren der Altstadt einzureichen und diese wieder verschoben wurde". KaWe

Das Thema sei vor zwei Jahren durch den Bürgermeister selbst aufgerufen worden.

Der Vorschlag damals war: das Parken auf dem Markt zu erlauben, die Zufahrt in die historische Innenstadt über die Schlossstraße und die Ausfahrt über die Rathausstraße neu zu organisieren. Die Sperrung der Schmiedestraße für Autos war zuvor zum Schutz der Fußgänger gefordert worden. Doch der Weg für Lieferfahrzeuge durch den Torbogen am Rathaus wurde durch die Straßenverkehrsbehörde abgelehnt. Nicht unerwartet. Auf das Platzproblem hatten Wolf-Peter Hannig (Linke) und Norbert Philipp (Grüne) zuvor bereits deutlich, aber vergeblich hingewiesen. Schlussendlich steht nun nur noch die Schlossstraße als Verkehrsweg zur Debatte.

"Wir können es nicht verstehen, dass der Bürgermeister der Stadtverordnetenversammlung einen ähnlichen Vorschlag wie den vor zwei Jahren erneut anbietet und nun erst Ende des Jahres beschließen lassen will", sagt die Stadtverordnete Dr. Gudrun Andresen. Es müssten endlich Entscheidungen getroffen werden. "Das hilft mehr als langes Aufschieben", so Andresen.

Ein entsprechender Antrag war allerdings weder von der CDU-/FDP-Fraktion (drei Mitglieder: Torsten Lauterbach, Gudrun Andresen und Andreas Pfeiffer) noch von einer anderen Fraktion gestellt worden. Mit 22 Ja- und fünf Gegen-Stimmen war die deutliche Mehrheit dem Antrag von Hans-Peter Rößiger (Unabhängige Wähler Senftenberg/UWS) gefolgt, die Verkehrsführung zurück in die Ausschüsse zu verweisen. Die CDU-Abgeordneten Pfeiffer und Andresen waren in dieser jüngsten Sitzung der Ratsrunde selbst nicht zugegen.

Die CDU befürwortet wie bereits vor zwei Jahren, den Markt nur für den Lieferverkehr freizugeben, so Pfeiffer weiter. Der Lösung des Stadtoberhauptes könne die CDU nichts abgewinnen: Die Schlossstraße werde mit dieser zu stark belastet. Auch die Fahrradständer vor der Tourist-Information und den Arztpraxen müssten abgebaut werden. "Wir können nicht einerseits Tourismusort sein und andererseits die Anlaufstelle der Touristen für Fahrradfahrer und Fußgänger unattraktiv gestalten", sagt Klaus-Jürgen Graßhoff, der Spitzenkandidat der CDU für die Wahl zur nächsten Stadtverordnetenversammlung. Um die Lieferverkehrsregelung durchsetzen zu können, sollten die Straßen mit versenkbaren Pollern tagsüber abgesperrt werden.