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| 02:47 Uhr

Chemie und Physik gelingen manchmal doch

Während des Tages der Naturwissenschaften.
Während des Tages der Naturwissenschaften. FOTO: Leserfoto
G. Thimm berichtet über den Tag der Naturwissenschaften an der Dr.-Otto-Rindt-Oberschule Senftenberg:Alle Schüler konnten bei Wissenstest und verschiedenen Experimenten ihr Wissen und Können unter Beweis stellen.

Supernasen mussten Gartenkräuter erschnuppern, die auch in unserem Erlebnisgarten wachsen. So mancher Schüler erkannte, dass ein kleiner Piks nicht so schlimm wie eine langwierige oder ansteckende Krankheit ist.

Wenn Glas weich wie Wachs wird, lässt sich daraus allerhand herstellen. Beim Glasbiegen sind so die tollsten Kunstwerke entstanden. Einen allseits bekannten Spruch wandelten dabei manche ab: Wer nicht hören will (beziehungsweise aufpasst), kriegt Blasen an den Fingern!

Unser weltweit einmaliger "Naturwissenschaftlich-olympischer Zweikampf" forderte von allen Geschick und Einsatzbereitschaft. Die Rekordliste der Schülerinnen führt Lisa Schoepke aus der 8b an. Bei den Schülern steht Sebastian Klotz 10a an der Spitze.

Erstmalig an unserem Tag der Naturwissenschaften Schüler ihr Wissen über den Einfluss von Drogen auf die Gesundheit vertiefen können und über manches gestaunt.

Herr Knispel vom gleichnamigen Vermessungsbüro in Senftenberg hat Zehntklässlern bewiesen, dass auch nach der Schule die Mathematik noch gebraucht wird. So mussten sie zum Beispiel die Höhe einer Feuerwehrleiter und verschiedene Winkel bestimmen.

Multikulturelle Feiern im MGH Lauchhammer

Beatrix Hoch berichtet von der multikulturellen Weihnachts- und Silvesterfeier im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Lauchhammer:

Die Flüchtlinge lernen teilweise zusammen in den Kursen Deutsch, warum sollte da kein gemeinsames Fest möglich sein?

Die Kursteilnehmer nahmen die Idee anfangs skeptisch auf, da politische Entscheidungen das Zusammenleben syrischer und afghanischer Flüchtlinge eher erschweren. Aber wir schafften es, diese Barriere zu überwinden und alle waren begeistert beim Vorbereiten der Feier dabei.

Mit Hilfe von Spenden von Privatpersonen, Firmen und einem Teil aus unserem Ehrenamtspreis von der SPK Niederlausitz konnten wir den Wünschen nachkommen und die Zutaten für ihre landesüblichen Gerichte besorgen. Damit wollten uns die Flüchtlinge überraschen.

Etwa 50 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Eritrea, die in Lauchhammer und Schwarzheide vorerst ihre neue Heimat gefunden haben, füllten den Treff im Mehrgenerationenhaus.

Carola Werner eröffnete die Feier. Die in Deutsch und Englisch gesprochenen Worte wurden von Zakria aus Afghanistan und Mohamed aus Syrien in die Landessprachen übersetzt. Danach wurde das Büfett "gestürmt".

Unter den Flüchtlingen sind sehr gute Köche, die tolle Gerichte gezaubert hatten: verschiedene Fleisch-und Reisgerichte, Brote, Salate. Es war alles sehr köstlich! Das gemütliche Beisammensein rundeten wir bei Kaffee, Tee und Stollen mit einem kleinen Geschenk für jeden Einzelnen ab.

Berührend waren abschließend die Worte von Berhane (Eritrea), Ahmad (Syrien) und Zakria (Afghanistan), die sich für die Hilfe und Unterstützung beim Deutschlernen, bei Behördengängen und das "offene Ohr" für ihre ganz persönlichen Ängste und Sorgen, aber insbesondere für diesen gemeinsamen Nachmittag bedankten. Für sie vorher kaum vorstellbar verspürten sie eine herzliche Atmosphäre untereinander.

Damit war der Grundstein für die gemeinsame Silvesterfeier gelegt. Für das leibliche Wohl sorgten dieses Mal die Deutschlehrerinnen. Nachdem gemeinsam geschmückt und eingedeckt wurde, ging die Party los. Zu verschiedensten musikalischen Klängen wurde gesungen, getanzt und gelacht. Mit dem Feuerwerk über Lauchhammer begrüßten wir das neue Jahre.