Wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder aus Ortrand, Groß kmehlen mit Kleinkmehlen und Frauwalde, Frauendorf, Tettau, Kroppen und Lindenau für den Amtsinhaber stimmt, so Amtsausschussvorsitzender Frank Gutmann, ist er wiedergewählt. Im anderen Fall müsse die Stelle neu ausgeschrieben werden.

Der Lindenauer Frank Gutmann zeigt sich zufrieden mit der Arbeit der Amtsverwaltung: "In allen Gemeinden ist es vorwärtsgegangen." Die Gemeindevertreter hätten zwar die Beschlüsse gefasst, umsetzen musste diese jedoch die Verwaltung. Die künftigen Aufgaben lägen unter anderem im Ausbau der Infrastruktur, im Erhalt der Ortsverbindungen und Brücken, in neuen Arbeitsplätzen und in Zuzügen junger Leute.

Grünes Licht für Kersten Sickert gibt es auch vom Tettauer Bürgermeister Siegmar Petrenz: "Für uns ist er ein bodenständiger, bürgernaher Amtsdirektor. Er macht eine gute Arbeit." Die Stadt Ortrand und die Gemeinden seien gleichberechtigt behandelt worden.

Viel sei auch im Sinne der Gemeinde Großkmehlen erreicht worden, sagt Jürgen Richter, der stellvertretende Bürgermeister. Der Amtsdirektor vertrete erfolgreich die Gemeindeinteressen. "Wir haben Sichtbares geschaffen und sind gut aufgestellt", verweist er zum Beispiel auf erneuerte kommunale Straßen und die darunter liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen.

Der Ortrander Bürgermeister Ingo Senftleben (CDU/MdL) spricht sich dafür aus, so kurz vor der Kommunalwahl auf die Neuwahl des Amtsdirektors für die nächsten acht Jahre zu verzichten. Die Entscheidung müsse vom neuen Amtsausschuss, der sich nach dem Urnengang Ende Mai ganz anders zusammensetzen könne, getroffen werden. Überrascht zeigt sich Senftleben darüber, dass diese Personalie in keiner Ratsrunde beraten wurde. Ohne Meinungsbildung in den Gemeinden sollen die Bürgermeister heute wie Lokalfürsten allein entscheiden.