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Calauer Straße ist dicht
Bahnbrücken-Nadelöhr nervt noch bis Ostern

Seit Montag ist die Calauer Straße in Höhe der Bahnunterführungen nur noch als Einbahnstraße nutzbar. Fußgänger und Radler können aber passieren.
Seit Montag ist die Calauer Straße in Höhe der Bahnunterführungen nur noch als Einbahnstraße nutzbar. Fußgänger und Radler können aber passieren. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Die Calauer Straße in Senftenberg ist nur noch stadtauswärts befahrbar. Der Grüne Pfeil am Krankenhaus kommt nicht.

Die Calauer Straße in Senftenberg ist seit dieser Woche wieder Einbahnstraße. Durch die Bahnbrücke geht es nur in Richtung Norden. Für den stadteinwärts rollenden Verkehr ist die Verbindung dagegen dicht. Anlass bilden weitere Bauarbeiten im Zuge des Abrisses einer der beiden Bahnbrücken. Die nördliche Überführung war bereits im Dezember verschwunden. Jetzt steht die Sicherung der noch verbliebenen Brückenpfeiler im Fokus. Aus diesem Grund sind beide Fuß- und Radwege komplett gesperrt. Stattdessen können Fußgänger und Radler eine Straßenhälfte nutzen, um das Nadelöhr zu passieren. Die zweite Hälfte bleibt dem motorisierten Verkehr vorbehalten.

Wer indes mit dem Auto aus der Calauer Straße stadteinwärts fahren will, muss die ausgeschilderte Umleitung über die Krankenhausstraße, Lindenstraße inklusive der dortigen Bahnunterführung sowie Straße der Jugend nehmen. In letzterer ist ein durchgängiges Halteverbot ausgewiesen, um den erhöhten Verkehrsfluss durch parkende Fahrzeuge nicht zu behindern. Nach Angaben des OSL-Kreises sollen die Bauarbeiten an der Bahnbrücke in der Calauer Straße bis voraussichtlich Ostern andauern. Solange werde das Nadelöhr bestehen bleiben.

Immerhin gibt es jetzt bis Ende März keine Staus mehr an der sich unmittelbar nördlich anschließenden Ampelkreuzung. In Spitzenzeiten stockt der Verkehr auf der Krankenhausstraße, der weiter in die Calauer Straße rollen will. Darüber ärgern sich nicht wenige Autofahrer. Ihrer Meinung nach sei ein fehlender grüner Rechtsabbiegerpfeil die Ursache. Gebe es ein solches Zeichen, könnten die Autos bereits dann nach rechts in Richtung City abbiegen, wenn der Linksabbiegerverkehr von der Calauer in die Krankenhausstraße fährt. Bislang müssen die stadteinwärts ­rollenden Fahrzeuge stets auf das „richtige“ Grün warten.

Allerdings dürften die Fahrer mit diesem Problem allein bleiben. Denn das OSL-Straßenverkehrsamt sieht keinen Handlungsbedarf. Als Gründe werden beengte Fahrspuren sowie zu enge Kurvenradien angegeben. Rollen große Fahrzeuge wie Lkw gleichzeitig als Links- und Rechtsabbieger über die Kreuzung, könne es zu Unfällen kommen. Deshalb sei auch die dortige Hal­­­­te­­­linie der Linksabbiegespur weit zurückgesetzt, heißt es aus der Behörde. Nicht zuletzt solle vermieden werden, dass der im Falle eines Rechtsabbiegerpfeils abbiegende Verkehr an den benachbarten Ampeln an der Güterbahnhofstraße und zur Bahnhofstraße weitere Stockungen verursacht.

Vonseiten des Klinikums Niederlausitz, das sich unmittelbar an der Ampelkreuzung befindet, liegen laut Sprecherin Daniela Grass keine Beschwerden von Patienten, Angehörigen, Besuchern oder Mitarbeitern bezüglich des Verkehrsknotens vor.