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| 20:44 Uhr

„Zur Sache, Brandenburg“ in Lauchhammer
Beim Ausbau der B 169 soll es nächstes Jahr vorangehen

Lauchhammer. Bürgerdialog in Lauchhammer mit rund 100 Gästen. Von Catrin Würz

Im Bürgerdialog mit dem Ministerpräsidenten: Zirka 100 Einwohner aus Lauchhammer, Schwarzheide, Ruhland und weiteren Orten des Umlandes sind am Montagabend der Einladung der brandenburgischen Landesregierung zu einer öffentlichen Debatte mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gefolgt. Mit der Veranstaltung unter dem Titel „Zur Sache, Brandenburg“ stellt sich der Regierungschef regelmäßig in verschiedenen Regionen des Landes den Fragen und Problemen der Menschen. So eben auch am Montag im Kulturhaushaus in Lauchhammer-Mitte, wo die Debatte zwei Stunden lang in sachlicher und respektvoller Art und Weise über die Bühne ging.

Hochwasserschutz, Bundesstraßenausbau, die Ausstattung der Feuerwehren, Straßenausbaubeiträge und natürlich die Bergbausanierung – das waren die brennenden Probleme und Themen:

Ausbau der B 169 zwischen Schwarzheide und Lauchhammer:

Der Ausbau der Strecke ist seit Ende der 1990er-Jahre immer wieder im Gespräch, ein Fortschritt allerdings nicht erkennbar, kritisieren Bürger aus Lauchhammer. Infrastruktur-Staatssekretärin Ines Jesse kündigte während der Veranstaltung an, dass für den Teilbereich der B 169 zwischen Schwarzheide und Lauchhammer im kommenden Jahr das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden und 2019 noch der Baustart erfolgen soll. Lauchhammers Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) bestätigte, dass die konkrete Streckenplanung für Anfang 2019 den Kommunen in Aussicht gestellt wurde. Pohlenz wolle dann zeitnah auch die Bürger über die Planungen informieren. Klar sei jedoch schon, dass von der B 169 nur zwei direkte, ampelgeregelte Zufahrten ins Industriegebiet und ins Gewerbegebiet/Marktkauf vorgesehen sind. Die weiteren Zufahrten, beispielsweise nach Lauchhammer-West, werden künftig nur indirekt über Nebenstraßen und Brückenbauwerke erreichbar sein. „Mit diesem Kompromiss müssen wir leben. Denn der Ausbau von Bundesstraßen ist für einen zügigen Verkehrsfluss an bestimmte Voraussetzungen geknüpft“, erläuterte der Bürgermeister.

Hochwasserschutz:

Der Hochwasserschutz für die Region Lauchhammer steht seit Jahren in der Kritik, vor allem durch betroffene Grundstückseigentümer im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet der Schwarzen Elster. Hans Friedrich Polster von der Hochwasser-Initiative Lauchhammer bemängelte dazu: „Seit Jahren wird darüber viel geredet und werden Studien angefertigt, aber wirksame Maßnahmen wurden noch keine realisiert.“ Ministerpräsident Dietmar Woidke räumte ein, dass der Deichbau vom Land zunächst an Oder und Elbe vorangetrieben wurde. Man prüfe für Lauchhammer, inwiefern der Bau der B 169 auch als Hochwasserschutz-Maßnahme umgesetzt werden kann.