Gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt sind das 20 Prozent und ein "überwältigend klares Zeugnis erklärten Bürgerwillens", sagt der Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben (CDU). Der Politiker war von Betroffenen um Hilfe gebeten worden. Sein Rat: Die Bürger sollten ihre Interessen in die Bergbausanierung couragiert und auch mit den nötigen Nachdruck einbringen. "Die Sanierung wird in Lauchhammer wegen der großen direkten Betroffenheit sehr emotional diskutiert", sagt Senftleben. Bislang seien die nach bergtechnischen Erfordernissen und Wirtschaftlichkeit geplanten Sanierungsprojekte seitens der Stadt vielfach einfach hingenommen worden. Dass die Bürger jetzt nachhaltige Lösungen auch im ureigenen Interesse einforderten, sei sehr gut. Die Landstraße 60 nach Kostebrau und die Wehlenteich-Initiative zeigten dies. Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba habe dies auch sehr offen angenommen und erneut versichert, dass sich die LMBV als Partner der Menschen verstehe.

Zum Thema:
Die Sanierung des Wehlenteiches (Restloch 35) "unter dem Aspekt der favorisierten Sicherungsvariante" ist ein Thema des nächsten Arbeitskreises Lauchhammer / Tröbitz-Domsdorf des Braunkohleausschusses Brandenburg am Mittwoch, dem 18. Juni. Die Beratung startet für die Mitglieder um 15.30 Uhr mit einer Befahrung der Sanierungsprojekte um Lauchhammer-Nord und endet am Wehlenteich.