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Bürger beklagen schlechte Straßen um Kleinleipisch

Die Straßenschäden um Kleinleipisch stehen in der Kritik.
Die Straßenschäden um Kleinleipisch stehen in der Kritik. FOTO: str1
Lauchhammer. Die Erdmassen-Transporte der Bergbausanierer haben die Betriebsstraßen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in und um Kleinleipisch weiter ruiniert. Der Volkszorn brodelt. Kathleen Weser

Denn die kurzen Wege sind den Bürgern seit vielen Jahrzehnten lieb. Die Stadt Lauchhammer hatte nach dem Winter jede ordnungsrechtliche Verantwortung für die Löcherpisten abgelehnt und Straßen bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz auch als lebensgefährlich angezeigt. Tonnen von Asphalt sind im Frühjahr in notdürftige Reparaturen geflossen.

Der Zustand der Straßen um Kleinleipisch ist aber nach wie vor eine Katastrophe. Das haben Bürger auch nach dem Notprogramm kritisiert und die Landtagsabgeordnete Gabi Theiss (SPD) in die Spur geschickt. Manfred Kolba, der Leiter des Sanierungsbereiches der Bergbausaniererin, erklärt in der Folge: Im Zuge der Sanierungstätigkeiten im Bereich Koyne sind umfangreiche Massentransporte zwischen der Landesstraße 60 und der Restlochkette Koyne (75/99) auch über öffentliche Straßen erforderlich gewesen. Deshalb wurden die Asphaltdecken der Lichterfelder Straße in Richtung Finsterwalde und der Lauchhammerstraße in Richtung Grünewalde beschädigt und teilweise aufgebrochen. "Die Straßenschäden werden ab Mitte August behoben", kündigt Manfred Kolba jetzt an. Das heißt konkret: Die Schadstellen des Asphaltoberbaus der Lauchhammerstraße, die vor allem den Fahrbahnrand betreffen, werden verschwinden. Und die Asphaltdeckschicht der Lichterfelder Straße wird auf einer Länge von etwa 100 Metern ausgebessert. Beide Fahrbahnen sollen bis Ende September auf Vordermann gebracht sein.

Die Straßen im Bereich Kleinleipisch liegen auf gekipptem Untergrund und müssen deshalb geotechnisch gesichert werden. In dem Rahmen werden die Straßen grundhaft ausgebaut. Das erklärt der Sanierungsbereichsleiter weiter. Doch Priorität haben zuerst die Landesstraße L 60, die zwischen Lauchhammer-Ost und dem Abzweig nach Kleinleipisch in sehr schlechtem Zustand ist, und das Herstellen der Vorflut Schwarze Keute einschließlich des Brückenbauwerkes bis zum Jahr 2020. Die Anbindungen zwischen Lauchhammer und Lichterfeld haben Vorrang. Mit dem Sichern der Anschlussstraßen nach Kleinleipisch kann erst nach Abschluss der Sanierung der L 60 begonnen werden.

Zum Thema:
Die Verkehrsinfrastruktur der Stadt Lauchhammer hat, neben dem über ein Jahrhundert lang andauernden intensiven Bergbau auch der Stadtstruktur aus sieben zusammengeschlossenen Orten geschuldet, ein gewaltiges Ausmaß. Etwa 160 Kilometer lang ist allein das kommunale Straßennetz. Der Wert liegt bei 25,3 Millionen Euro und soll erhalten werden. Das Hauptverkehrsnetz ist seit dem Jahr 2000 noch um 2,2 auf 8,8 Meter je Einwohner erweitert worden.