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Buchvorstellung Senftenberg
Senftenberg im Wandel der Zeit auf 120 Seiten

Der Cover des neuen Senftenberg-Buches von Autor Norbert Jurk.
Der Cover des neuen Senftenberg-Buches von Autor Norbert Jurk. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg . Autor Norbert Jurk hat ein neues Buch über die Kreisstadt herausgebracht. Er beschreibt acht Exkursionen durch die Stadt und durch die Zeit.

(trt) „Senftenberg im Wandel der Zeit“ lautet der Titel des neuesten Buches des Senftenberger Autors Norbert Jurk. Er nimmt die Leser auf 120 Seiten mit auf acht Exkursionen durch seine Heimatstadt. Die entsprechenden Aufnahmen entstanden im Zeitraum von etwa 1890 bis in die Gegenwart. Darüber hinaus illustrieren mehrere Karten und Pläne das Buch, dessen Titel die alte Senftenberger Promenade ziert.

Die erste Exkursion führt vom Laugkfeld zum ehemaligen Feuerwehrdepot. Oder anders gesagt: Es geht vom östlichen Stadtrand bis fast an den Jüttendorfer Anger heran. Die Leser erfahren, dass im Laugk einst Rebhühner lebten, später Kaninchen und im Zuge des Bergbaus das einsame Gehöft am Ausgang der damaligen Wiesenstraße devastiert werden musste.

Norbert Jurk hat die Fakten in mühevoller Kleinarbeit in den alten Jahrgängen des Senftenberger Anzeigers recherchiert. Bereits seit Jahrzehnten sammelt der passionierte Eisenbahner alle historischen Bilder und Ansichtskarten der Seestadt und ihrer Umgebung.

Beeindruckend sind die Aufnahmen, beispielsweise vom Kaiserlichen Postamt über das Laugkfeld über den Bahnhof bis zu den Weinbergen in Richtung Nordost (1900) oder aber zur Ruine des „Hauses der Werktätigen“ (1996). Zudem hat Norbert Jurk zahlreiche zeitgenössische Anzeigen von Geschäften und Gastwirtschaften eingefügt, die ahnen lassen, wie vielfältig das Senftenberger Leben bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewesen sein muss. Zudem gibt es geschichtliche Abrisse bedeutender öffentlicher Gebäude, beispielsweise des Feuerwehrdepots sowie der Höheren Mädchen- und Mittelschule.

Darüber hinaus gibt es eine Exkursion entlang der Storchenelster, die einst durch Senftenberg plätscherte. Heute existiert von diesem Fließ so gut wie nichts mehr.

Spannend sind auch die Bilder aus dem Winter 1968/1969. Der Neumarkt versinkt unter den Schneemassen, und ein 311er-Wartburg quält sich über die schneeglatte Wehrstraße.

Zudem sind die Erinnerungen des Journalisten Hans Hörenz an das Bergbauhaus im Dubinaweg, das heute Sitz der Kreisverwaltung ist, im Buch präsent. Hörenz ging über Jahrzehnte in diesem markanten Gebäude ein und aus, befand sich doch dort sein Arbeitsbüro.

Die Leser erfahren darüber hinaus, dass einst Deutschlands höchster Lichtmast im Juni 1932 auf dem Senftenberger Markt aufgestellt wurde. Dieser maß sage und schreibe 23 Meter, höher als mancher Kirchturm es war. Übrigens jährt sich am 23. April 2018 der Abtransport der Reste des „Langen Herrmanns“, so hieß der Mast im Volksmund, zum bereits zwanzigsten Mal. Das Buch schließt mit einer Reise zum Senftenberger Wein sowie in und auf die Raunoer Weinberge, die dem Tagebau weichen mussten.

Das neue Buch von Norbert Jurk ist unter anderem in der Senftenberger Glück-Auf-Buchhandlung zu haben, mit deren Hilfe es Norbert Jurk publiziert hat.