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| 01:09 Uhr

Brummi-Plage in Freienhufen

Freienhufen.. Leidgeprüft sind die Anwohner der Senftenberger Straße in Freienhufen. Um Maut-Gebühren zu sparen, fahren Lkw-Fahrer die Strecke Meuro – Freienhufen statt auf der A 13 lieber auf der L 55. Die Landesstraße führt aus Richtung Süden in den Ort hinein. Die 15 Anwohner hören die Brummis fast im Minuten-Takt an ihren Häusern vorbeibrettern. Von Daniel Preikschat

Die Gläser im Wohnzimmer-Schrank von Dieter Noatnick hören gar nicht mehr auf zu wackeln. „In einer Tour“ , sagt er, „rollen hier die Lkw lang“ . Der Zustand der Senftenberger Straße scheint dem Mann Recht zu geben: Die Fahrbahn ist zerdellt, der Bordstein ramponiert, der Bürgersteig hat ein Wellenrelief bekommen. Am Donnerstag musste der Wasserverband Lausitz in der Senftenberger Straße eine geborstene Wasserleitung flicken.
Ortsbürgermeister Gisbert Lehmann ist ganz sicher: „Das liegt am zunehmenden Lkw-Verkehr. Die Schäden reichen bis in den Untergrund.“ Seit mit Beginn des Jahres Maut-Gebühren fällig werden, fahren mindestens doppelt so viele Brummis über die L 55 in den Ort hinein, so Lehmann. Dabei sei die Strecke sowieso schon stark in Anspruch genommen, erklärt der Ortsbürgermeister. Lkw über 3,60 Meter Höhe, die zwischen Cottbus und Senftenberg auf der B 169 unterwegs sind , müssen sie als Umleitungsstrecke nehmen. Denn für die hohen Laster ist die Senftenberger Umleitung - eingerichtet wegen des Baus der Ortsumfahrung - zu eng.
Gisbert Lehmann will nicht ungerecht sein. Das Straßenbauamt hat die 300 Meter innerhalb der geschlossenen Ortschaft instand gesetzt und für Lkw eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Aber diese Belastung, so Leh mann, hält die Straße einfach nicht aus. Außerdem halten sich nur wenige Lkw-Fahrer an Tempo 30.
Der Ortsbürgermeister räumt ein: „Eine Lösung bringt uns sowieso erst die West-Umfahrung für Freienhufen, die 2006 kommen soll.“ Bis dahin aber, so findet er, sollte die Polizei wenigstens häufiger die Geschwindigkeit kontrollieren und das Straßenbauamt die Straße weiter halbwegs in Schuss halten.