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| 16:33 Uhr

Nach der Rettung eines Kleinkindes
Rauchmelder war Lebensretter einer Dreijährigen

 Zu einem Rettungseinsatz wurden am Freitag die Feuerwehr Schwarzheide und die Werkfeuerwehr der BASF gerufen. Aus einer verrauchten Wohnung musste ein dreijähriges Mädchen und offenbar auch der Vater gerettet werden.
Zu einem Rettungseinsatz wurden am Freitag die Feuerwehr Schwarzheide und die Werkfeuerwehr der BASF gerufen. Aus einer verrauchten Wohnung musste ein dreijähriges Mädchen und offenbar auch der Vater gerettet werden. FOTO: Mirko Sattler
Schwarzheide. Nach der Rettung einer Dreijährigen aus einer verqualmten Wohnung in Schwarzheide ermittelt die Polizei nun die näheren Umstände. Offensichtlich war das Kind doch nicht allein in der Wohnung. Von Catrin Würz

Nach dem Wohnungsbrand am vergangenen Freitagabend in Schwarzheide, bei dem ein dreijähriges Mädchen aus einer verqualmten Wohnung in der Schipkauer Straße gerettet wurde, sind jetzt noch mehr Details bekannt geworden. Offenbar hat sich das Kind zum Zeitpunkt des Unglücks doch nicht allein in der Wohnung befunden, wie bisher angenommen wurde. Feuerwehr und Polizei hatten kurz nach dem Rettungseinsatz zu diesem Umstand noch keine Angaben gemacht. Nun wurde bekannt, dass der Vater des Kindes zu dem Zeitpunkt in der Wohnung gewesen sein soll – jedoch nicht fähig, die Tür aus eigener Kraft zu öffnen. Die herbeigerufene Feuerwehr verschaffte sich Zutritt zur Wohnung. „Das Kind und der Vater sind durch die Rettungskräfte geborgen und medizinisch versorgt worden“, erklärt Polizeisprecher Ralph Meier auf Nachfrage der RUNDSCHAU.

Der Rettungseinsatz am Freitag hat die Mieter des Wohn- und Geschäftshauses an der Schipkauer Straße aufgerüttelt. In einer Wohnung im ersten Obergeschoss schlug kurz vor 20 Uhr der Rauchmelder Alarm. Eine Nachbarin, die in der Wohnung darüber lebt, bemerkte den lauten Signalton. Zusammen mit weiteren Mietern versuchte sie, mit Klingeln und Klopfen an der betroffenen Wohnungstür etwas zu erreichen. Schließlich rief sie die Feuerwehr. „Der Brandgeruch war schon im Flur wahrnehmbar“, bestätigt sie der RUNDSCHAU.

Die Feuerwehr fand nach dem Öffnen der Wohnung die Ursache des Qualms in der Küche: Auf dem eingeschalteten Herd war eine Plastikschüssel verschmort. Das dreijährige Mädchen musste mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Zu den näheren Umständen dieses Unglücks ermittelt nun die Polizei weiter.

Für den Schwarzheider Stadtbrandmeister Tino Hamann steht fest: „Der Rauchmelder war der Lebensretter in diesem Fall“, bestätigt er. Diese Geräte sind seit Juli 2016 Pflicht bei Neu- und Umbauten von Wohnungen. Und: „Aufmerksame Nachbarn sind ganz wichtig. Das Handeln der Nachbarin war vorbildlich“, so Hamann.