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Bootstour mit angehenden Ärzten

Hendrik Karpinski (M.) mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen bei einer Motorboot-Tour auf dem Senftenberger See.
Hendrik Karpinski (M.) mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen bei einer Motorboot-Tour auf dem Senftenberger See. FOTO: Klinikum Niederlausitz/Graß
Senftenberg. Die angehenden Fachärzte des Klinikums Niederlausitz treffen sich einmal jährlich gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor. Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums, Chefarzt Hendrik Karpinski, lud die jungen Mediziner dieses Mal an den Stadthafen Senftenberg ein. red/br

Bei dem Treffen vermittelte er wichtige Fakten sowie die Werte des Unternehmens und sprach über die Bedeutung der Facharztweiterbildung im Klinikum, teilt Klinikumssprecherin Daniela Graß mit. Die Ausbildungsassistenten können ihre Sichtweisen mitteilen, im direkten Austausch Fragen stellen und diskutieren. Gemeinsam ging es zu einer Motorboot-Rundfahrt auf den Senftenberger See getreu dem Motto "Wir sitzen alle in einem Boot".

Derzeitig sind 54 Ärzte in Weiterbildung aus mehreren Nationen im Klinikum Niederlausitz tätig. Sie absolvieren ihre Facharztausbildung unter anderem in Chirurgie, Kinderheilkunde, Innere Medizin, Gefäßchirurgie und Kardiologie.

Das Klinikum Niederlausitz ist durch sein umfassendes Leistungsspektrum und die Vielzahl qualifizierten Ärzten in der Lage, eine breit gefächerte Facharztausbildung anzubieten. Seit Beginn dieses Jahres ist das Klinikum zudem Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Damit bestehen jetzt die Voraussetzungen, dass Medizinstudenten nicht nur ein vorgeschriebenes Praktikum von viermonatiger Dauer, sondern auch das sogenannte Praktische Jahr - den letzten praktischen Abschnitt im Medizinstudium - in den Klinikbereichen Senftenberg und Lauchhammer absolvieren können.

Hendrik Karpinski sieht gerade in der frühzeitigen, systematischen Förderung und Bindung angehender Fachärzte eine gute Möglichkeit, den ärztlichen Nachwuchs für die Region zu sichern. Dafür gibt es im Klinikum verschiedene Möglichkeiten. "Wir haben die Nachwuchsförderung für uns schon vor Jahren auf die Agenda gehoben und wissen um die Bedeutung einer guten Ausbildung für Ärzte", sagt Karpinski. "Aktuell werden bei uns vier Medizinstudierende durch ein monatliches Stipendium in Höhe von 500 Euro gefördert. An der Medizinischen Hochschule Brandenburg studieren vier weitere junge Menschen im Fachbereich Medizin und erhalten dafür ein Darlehen", so Karpinski.

Zusammen mit dem Gesundheitszentrum Niederlausitz setzt das Klinikum verstärkt auf die Ausbildung von Allgemeinmedizi-nern. Hier kann durch ein strukturiertes Rotationsprinzip zwischen den ambulanten Hausarzt- und Facharztpraxen und dem Krankenhaus eine fundierte Weiterbildung aus einer Hand angeboten werden. Das wissen die jungen Ärzte, die diese Ausbildung bereits durchlaufen, sehr zu schätzen, so Graß.

Die Regelstudienzeit beträgt für alle, die Medizin studieren wollen, sechs Jahre oder anders gesagt insgesamt zwölf Semester. Dabei ist die Studienzeit in drei Abschnitte aufgeteilt, die jeweils mit einer Prüfung enden. Nach dem Medizinstudium und dem dritten Staatsexamen kann in Deutschland die Approbation beantragen werden. Die Approbation berechtige vollständig zur Ausübung des Arztberufes.

Nach der Approbation erfolgt der Berufseinstieg als Assistenzarzt und mit dem Antritt der ersten Stelle beginnt für junge Ärztinnen und Ärzte die Facharztweiterbildung.

Der Assistenzarzt legt sich auf eine medizinische Fachrichtung fest und erlernt dieses Fach während seiner ersten Berufsjahre. Nach erfolgreichem Abschluss der Facharztweiterbildung wird der Facharzttitel erworben. Der Facharzt ist also ein Arzt mit einer abgeschlossenen, mehrjährigen Weiterbildung in genau einem medizinischen Fachbereich. Voraussetzung für den Titel des Facharztes ist in Deutschland eine mehrjährige Ausbildung. Diese dauert in der Regel fünf bis sechs Jahre. Die Ausbildungsdauer ist dabei abhängig vom gewählten Fachbereich.