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| 10:25 Uhr

Zukunftstag für Jungen und Mädchen
Blicke in die Zukunft bei Verwaltung und Industrie

Wie es in der Kreisverwaltung am Standort Senftenberg zugeht, wollten beim Zukunftstag 15 Mädchen und Jungen wissen.
Wie es in der Kreisverwaltung am Standort Senftenberg zugeht, wollten beim Zukunftstag 15 Mädchen und Jungen wissen. FOTO: Kreisverwaltung OSL
Senftenberg/Calau/Schwarzheide. 31 Schüler haben sich am Donnerstag über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der OSL-Kreisverwaltung informiert. 22 besuchten die BASF Schwarzheide, 80 die BTU Senftenberg.

Die Arbeit einer Verwaltung ist weit weniger trocken, als oftmals gedacht. Diese Erkenntnis stand am Ende des Zukunftstages in der Kreisverwaltung, informiert Kreissprecherin Sarah Werner. In Senftenberg erläuterte Alexander Erbert, Dezernent für Gesundheit, Jugend und Soziales,  den 15 Jugendlichen greifbar die Zuständigkeiten einer Kreisverwaltung. Wie oft im Alltag ein jeder unbewusst Kontakt zu verschiedenen Ämtern hat – sei es bei Schuluntersuchungen, Nutzung der Busse oder Besuch in Museum oder Musikschule – überraschte einige junge Gäste. Auch, dass der Landkreis weit mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigt, regelmäßig ausbildet und die Möglichkeit zum dualen Studium eröffnet, stieß auf Interesse. Die Begrüßung am Standort in Calau übernahm Bernd König, Leiter des Amtes für Umwelt und Bauaufsicht.

Entdeckungstouren der Schüler in den Verwaltungen folgten. Einblicke erhielten sie in Senftenberg unter anderem in das Labor im Veterinäramt, in die Poststelle und in den Bereich Vervielfältigung. Auch die Mitarbeiter der Kommunalaufsicht, des Bürgerbüros und vom Bereich IT und Personal öffneten ihre Büros und erteilten bereitwillig Auskünfte.

 In Calau wurden die Jungen und Mädchen von Mitarbeitern des Bereichs Verkehrswesen, der Naturschutzbehörde und der zentralen Bußgeldstelle empfangen. Auch ein Ausflug in die benachbarte Kfz-Zulassungs- und Führerscheinstelle stand auf dem Programm, so die Kreissprecherin.

 Den Abschluss bildete ein Quiz mit Fragen zum Landkreis, das die Azubis entwickelt hatten. Zum Schluss erhielt jeder Schüler eine vom Landrat unterzeichnete Teilnahmeurkunde sowie einen Beutel mit Informationsmaterial. Organisiert wurde der Zukunftstag durch die Auszubildenden. Zehn von ihnen sorgten für den reibungslosen Ablauf.

Zufrieden über den Zukunftstag in der Kreisverwaltung in Senftenberg zeigte sich unter anderem Pauline Kunzendorf vom Friedrich-Engels-Gymnasium in der Stadt. Sie habe nicht nur einen guten Einblick in Aufgaben und Organisationsstruktur erhalten, sondern die Kreisverwaltung auch als großen Arbeitgeber der Region mit interessanten Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten kennengelernt. „Zu Beginn dachte ich, dass sich in einer Verwaltung vieles nur im Büro und am Computer abspielt. Heute wurde ich eines Besseren belehrt. Ich kann mir gut vorstellen, in der Zukunft eine Bewerbung einzureichen.“

Was ein Chemikant macht, davon haben 22 Jungen und Mädchen einen Eindruck bekommen, die beim Zukunftstag bei der BASF Schwarzheide GmbH zu Gast waren. Sie erfuhren, dass er für den reibungslosen Ablauf der Produktion verantwortlich ist. Die Schüler von regionalen Oberschulen und Gymnasien nutzten den Tag, um sich über Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, teilte Steffi Koßack von der BASF mit.

Der Tag bei der BASF stand unter dem Motto „Chemie trifft Technik“. Bei Rundgängen durch das Technikum der Ausbildung und das Schülerlabor erhielten die Jugendlichen Einblicke in das Unternehmen und die dort ausgeübten Berufe. So erfuhren sie beispielsweise, dass der Beruf des Chemikanten zwei Komponenten vereint. Der Anlagenfahrer kennt sowohl chemische Prozesse als auch die technischen Abläufe in der Produktionsanlage.

 „Tage wie diese sind ein Angebot für Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen und sich für einen Weg in die Zukunft entscheiden müssen“, sagt Torsten Groth, kommissarischer Leiter der Ausbildung der BASF Schwarzheide GmbH.

Auf dem Senftenberger Campus waren 80 Jugendliche unterwegs, teilt BTU-Sprecher Ralf-Peter Witzmann mit. Sie informierten sich über die ingenieur- und naturwissenschaftlichen sowie gesundheitsbezogenen Studiengänge, besuchten Vorträge und experimentierten in den Labors. Ob in der Medizininformatik, der Biotechnologie oder Therapiewissenschaften, der Materialchemie, der Elektrotechnik, dem Maschinenbau oder dem Wirtschaftsingenieurwesen – die Angebote waren vielfältig und spannend.

„Es hat mir sehr gut gefallen und war super informativ“, sagte der Zehntklässler Maxim Werner. Er und viele weitere Interessierte hatten die Vorlesung „Lichtquelle LED“ und das Messtechniklabor sowie die Übung „Additive Manufactering“ besucht, in Labors viel Neues über die Möglichkeiten des 3D-Drucks erfahren und schließlich im Zentrum „Effiziente Fabrik“ am Planspiel „Simulation einer Montage“ teilgenommen, erklärt der BTU-Sprecher.

Bei Rundgängen durch das Technikum der Ausbildung und das Schülerlabor erhielten die Teilnehmer des Zukunfstages Einblicke in das Unternehmen BASF und dessen Berufe.
Bei Rundgängen durch das Technikum der Ausbildung und das Schülerlabor erhielten die Teilnehmer des Zukunfstages Einblicke in das Unternehmen BASF und dessen Berufe. FOTO: Steffen Rasche / BASF Schwarzheide GmbH
(red/br)