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| 16:48 Uhr

Was tun im Katastrophenfall?
Wenn der Strom großflächig ausfällt

 Was muss geschehen, wenn plötzlich großflächig der Strom ausfällt? In Oberspreewald-Lausitz wird dafür ein Plan erarbeitet.
Was muss geschehen, wenn plötzlich großflächig der Strom ausfällt? In Oberspreewald-Lausitz wird dafür ein Plan erarbeitet. FOTO: dpa / Daniel Reinhardt
Senftenberg. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz erarbeitet einen Sonderschutzplan „Blackout“ für den Fall der Fälle.

Der Strom fällt großflächig aus. Lebenswichtige Anlagen versagen. Panik bricht in der Bevölkerung aus. Was passiert dann? Diesem Szenario setzt der OSL-Kreis einen Sonderschutzplan namens „Blackout“ entgegen. Kürzlich haben Bürgermeister und Amtsdirektoren der Kommunen des Landkreises sowie Mitarbeitern von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und weiterer Behörden darüber diskutiert.

Naturereignisse wie Hochwasser oder Stürme, gezielte Angriffe durch Sabotage oder einem Hackerangriff: Es gibt eine Vielzahl von Gefahren und Szenarien, die einen länger anhaltenden Stromausfall erzeugen können. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnte bereits im letzten Jahr davor, dass ein Blackout-Szenario für Deutschland katastrophale Folgen haben würde und zeigte gravierende Versorgungsengpässe auf. Auch wenn die Gefahr eines länger anhaltenden, flächendeckenden Stromausfalls zwar als sehr gering einzuschätzen ist, ist diese aufgrund der Erfahrungen, beispielsweise durch die letzten Herbst- und Winterstürme, dennoch ernst zu nehmen.

Seit über einem Jahr beschäftigt sich die Katastrophenschutzeinheit der Kreisverwaltung mit dem Thema Blackout und erarbeitet gemeinsam mit Kommunen und Behörden mögliche Handlungsstrategien im Ernstfall. Besonders eine gute Zusammenarbeit der wichtigen beziehungsweise kritischen Infrastrukturen im Landkreis ist unerlässlich, um sich in einem Krisen- oder Notfallszenario den wandelnden Gefahrensituationen anzupassen.

„Rein statistisch gesehen muss jeder Deutsche mit nur 12,8 Minuten im Jahr ohne fließende Elektrizität auskommen, dennoch ist Vorsorge - auch im privaten Bereich - wichtig“, erklärt Landrat Siegurd Heinze. „Für die ganzheitliche Betrachtung eines Blackout-Szenarios ist die Erstellung eines Sonderschutzplans unabdingbar, da die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Strom und Energie in unserer heutigen Gesellschaft enorm und allgegenwärtig ist“, sagt Heinze weiter.

Auch die momentane energetische Sanierung des Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnischen Zentrums (FKTZ) in Großräschen trägt dazu bei, den aktuellen Anforderungen an die Ausbildung von Feuerwehrleuten und den neuen Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes gerecht zu werden.

(trt)