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Biotop-Idee verspricht Dörrwaldern trockene Keller

Dörrwalde. Mit einem Lösungsvorschlag zur nachhaltigen Entwässerung des Dorfes nach Stark regen-Ereignissen hat Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) bei der jüngsten Einwohnerversammlung überrascht. Damit Keller nicht mehr regelmäßig absaufen und über Wochen unter Wasser stehen, hat er eine technische Lösung für Notsituationen ins Gespräch gebracht, die Verbesserung verspricht. Andrea Budich

Im Eichenweg am Ortsrand soll eine etwa 8000 Quadratmeter große mähbare Landschaftsmulde als wechselfeuchtes Biotop angelegt werden. Bei Starkregen wird das Wasser zur Sickerfläche mit großem Speichervolumen von den bebauten Gehöften weggeführt. Das Wasser kann dort versickern und notfalls auch weggepumpt werden. Als mögliche Finanzierungsquelle will Großräschen den Topf für Naturausgleichsmaßnahmen anzapfen. Die Baukosten werden auf 200 000 Euro geschätzt. "Es ist eine Zwischenlösung, ein Kompromiss, der nicht alle Keller trockenlegen wird", räumt Zenker ein. Er hält das Projekt in den nächsten zwei bis drei Jahren für realisierbar. Dorfbewohner wie Joseph Fischl und Astrid Subatzus befürworten die Idee einer grünen, Wasser schluckenden Insel, die als kleiner Landschaftspark sogar das Ortsbild verschönt.