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| 02:52 Uhr

Bewegende bewegte Bilder im Filmarchiv

Katja Wolf vor dem Studierhaus in Großräschen.
Katja Wolf vor dem Studierhaus in Großräschen. FOTO: Klein/chk1
Großräschen. Es sind einzigartige Dokumente des Wandels in der Lausitz - die mehr als 150 Filme, TV-Meldungen und Dokumentationen im Archiv des IBA-Studierhauses Großräschen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie sich die Landschaft und auch die Menschen durch den Tagebau verändert haben. Christiane Klein / chk/1 chk/1

Zugegeben: Kino geht anders. Aber das Filmarchiv des IBA-Studierhauses ist auch kein Filmpalast mit roten Samtsesseln und großer Leinwand. Die Schätze, die dort auf einer Festplatte lagern, sind ein Wissensspeicher für bewegende bewegte Bilder. Besucher können sich stundenlang auf einem Großbildfernseher Eindrücke aus der Lausitz anschauen. Am Eingang hängt - gleich einem riesigen Spielplan - eine Übersicht aller Filme. Akribisch sind hier nicht nur Namen und Länge der Filme und Sequenzen notiert, sondern auch eine inhaltliche Einordnung und die Macher der Streifen. An die gefragtesten Aufnahmen hat Katja Wolf kleine rote Zettel geklebt. "Abschied vom Senftenberger Revier" aus den 90er-Jahren gehört ebenso dazu wie "Kohle Feuer Wasser" ein Vergleich des Strukturwandels im Ruhrgebiet und in der Lausitz am Beispiel der IBA Emscher Park und der IBA Lausitz. Auch der biografische Filmbeitrag "Jeder hat sein Nest im Kopf" weckt immer wieder das Interesse der Studierhaus-Besucher, weil dort historische Aufnahmen aus den 80er Jahren der DDR zu sehen sind. Im Archiv sind natürlich ebenso Dokumente aus den zehn Jahren zu finden, in denen die Internationale Bauausstellung die Region mitgeprägt hat, beispielsweise der Ausstellungsfilm zur IBA-Halbzeit, Aufnahmen vom Kunstprojekt "Paradies 2" und Interviews mit Lausitzern für die Ausstellung "Bewegtes Land".

So einzigartig die Sammlung mit mehr als 150 Filmen, Ausschnitten, Fernsehbeiträgen und Dokumentationen ist: Die Streifen dürfen das Archiv nicht verlassen. "Wir haben keine Genehmigung, diese Filme zu verleihen oder in größerem Rahmen zu zeigen", erklärt Katja Wolf. Anschaubar sind die Zeitdokumente dennoch. Jeden ersten Sonntag im Monat öffnet ab 14 Uhr das Café im IBA-Studierhaus seine Türen und dann ist auch ein Blick ins Filmarchiv gestattet. "Außerdem können Bürger, Studenten oder andere Interessierte sich anmelden und im Filmfundus forschen. Der ist zudem eine wahre Fundgrube für Filmemacher, die für Aufnahmen in der Region recherchieren wollen", weiß Katja Wolf um den Schatz im Studierhaus.

Zum Thema:
Der nächste Blick ins Filmarchiv ist am 7. Dezember möglich - dann in einem ganz besonderen Rahmen. Denn am zweiten Advent findet im Studierhaus die Lausitzer Weihnachtskekserei statt. Ab 15 Uhr können selbst gebackene Köstlichkeiten verkostet und bewertet werden. Die besten Weihnachtsleckereien sollen auch in diesem Jahr wieder prämiert werden. Wer seine Werke auf dem Keksbasar präsentieren möchte, sollte sich bis zum 3. Dezember telefonisch unter 035753-3700 oder per E-mail unterwolf@iba-see.de bei Katja Wolf anmelden. chk/1