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Frau aus Lauchhammer übers Ohr gehauen
Brandenburger Polizei warnt vor Ebay-Kleinanzeigen-Betrügern

Lauchhammer. Eine Frau aus Lauchhammer ist bei Ebay-Kleinanzeigen Opfer von Betrügern geworden. Am 10. Oktober wurde der Fall der Polizei gemeldet, wie die Polizeidirektion Süd mitteilt.

Die Täter haben demnach die Verkaufsplattform Ebay-Kleinanzeigen genutzt, um die Verkäuferin einer Kamera übers Ohr zu hauen. „Ein angeblicher Erwerber aus England hatte sich gemeldet, den Kaufpreis einschließlich der Versandkosten geboten und die Bankdaten der Frau erfragt. Nach dem Datenaustausch erhielt die Geschädigte eine echt wirkende E-Mail eines Kreditinstituts mit der Information, eine Einzahlung für ihr Konto entgegengenommen zu haben“, berichtet Wendt weiter.

Zur Freigabe des Betrages verlangte er die Sendungsnummer des Paketes. Die Verkäuferin versandte daraufhin die Kamera über einen Paketdienst und übermittelte die erbetete Sendungsnummer. Das Geld wurde jedoch nicht überwiesen. „In den bekannten Fällen haben die Betrüger Lieferadressen in England und Schweden angegeben. Vergleichbare Fälle sind zuletzt im Mai in Oberspreewald-Lausitz registriert worden“, so Wendt.

Der Polizeisprecher warnt vor „besonders verlockenden Angeboten“ im Netz. Vorsicht sei geboten. „Niemals sollten Waren als Vorleistung für eine Bezahlung ins Ausland gesendet werden“, erklärt er.

Die Tipps der Polizei:

▶ Seien Sie als Verkäufer, wie auch als Käufer bei besonders verlockenden Angeboten besonders misstrauisch. Informieren Sie sich in Diskussionsforen oder bei der Verbraucherzentrale über Online-Shops.

▶ Übersenden Sie Waren nie ins Ausland als Vorleistung für eine Bezahlung. Nutzen Sie sichere Zahlungswege, wie zum Beispiel eine Überweisung auf ihr Girokonto. Nutzen Sie Bargeldtransfer-Dienstleister nur für Überweisungen an Personen, die Sie auch aus dem realen Leben kennen. Fragen Sie bei beim Kreditinstitut nach, ob die vermeintlich seriösen E-Mails tatsächlich echt sind.

(kw/pm)