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| 13:54 Uhr

Energieeinsparung
Der Energiesparplan greift im Oberspreewald-Lausitz-Kreis

Das im Jahr 2016 sanierte Paul-Fahlisch-Gymnasium in Lübbenau hat im Vorigen Jahr eine deutliche Energieeinsparung verzeichnet.
Das im Jahr 2016 sanierte Paul-Fahlisch-Gymnasium in Lübbenau hat im Vorigen Jahr eine deutliche Energieeinsparung verzeichnet. FOTO: Kreisverwaltung OSL
Senftenberg. Der aktuelle Energiebericht zieht eine positive Bilanz: Die Investitionen und bewusstes Verhalten der Nutzer an 42 Standorten zahlen sich aus.

(red/br) Der Energieeinsatz ist in Oberspreewald-Lausitz optimiert worden, die Kosten sind gesunken – das belegt der aktuelle Energiebericht. Die Ziele des Energiemanagements  der 42 Standorte zwischen Lübbenau und Ortrand sind ambitioniert. Im vergangenen Jahr sind Erfolge erzielt. Das sagt Kreissprecherin Theresa Pusch.

Trotz ständig steigender Energiepreise seien im Vergleich zum Jahr 2014 etwa 200 000 Euro Betriebskosten durch eine energieeffiziente Gebäudebewirtschaftung eingespart worden. Von der Rettungswache Jannowitz im Kreissüden über die großen Verwaltungsstandorte in Senftenberg und Calau bis hin zum Freilandmuseum Lehde im Spreewald – Energiemanager Detlef Schütze hat alle 42 Objekte der Kreisverwaltung im Blick. Seit dem Jahr 2006 ist er verantwortlich für das Energiemanagement des Landkreises. Neben der Verbesserung der Energieeffizienz und der Kostenreduzierung im Energieeinsatz wurde mit der Einsparung auch ein erfolgreicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Für den Einsparerfolg sieht er drei Komponenten: die konsequente energetische Sanierung von kreiseigenen Objekten, die energieeffiziente Gebäudebewirtschaftung durch die stetige Verbesserung der technischen Gebäudeausstattungen sowie das Nutzerverhalten. „Ohne große Investitionen lassen sich etwa zehn bis 15 Prozent des Energieverbrauches und damit der Energiekosten durch das richtige Bedienen der technischen Anlagen und ein angepasstes Nutzerverhalten einsparen“, ssagt Detlef Schütze. „Ein Blick auf die Zahlen in den Schulen zeigt, dass wir trotz stabiler Schülerzahlen die Medienverbräuche reduzieren beziehungsweise zumindest stabil halten konnten. Dies ist auch ein Verdienst der Lehrkräfte und der Hausmeister, die den Schülern wichtige und nützliche Hinweise mitgeben“, betont Schütze.

Aber auch Investitionen in die energetische Sanierung der kreiseigenen Objekte zahlen sich aus, wie Schütze am Beispiel der Sanierung des Paul-Fahlisch-Gymnasiums in Lübbenau deutlich macht: „Das Gymnasium wurde technisch in allen Bereichen mit energieeffizienten Bauteilen neu aus- und aufgerüstet. Mit einem Stromverbrauch von 57 685 Kilowattstunden im  vorigen Jahr liegen wir hier unter dem Durchschnittsverbrauch von etwa 75 000 Kilowattstunden vor der Rekonstruktion. Beim Wärmeverbrauch haben wir durch die energetische Sanierung rund 200 000 Kilowattstunden eingespart. Das entspricht einer Kostensenkung von 30 000 Euro.“

Neben den Investitionen in Gebäude ist auch der Einsatz erneuerbarer Energien wesentlicher Baustein eines erfolgreichen Energiemanagements im Landkreis. Das Bildungszentrum Seecampus Niederlausitz als Vorzeigeobjekt und erste vollständige Passivhausschule in Deutschland, die in Öffentlich-privater Partnerschaft errichtet wurde, weise nach wie vor unschlagbar niedrige Heizkosten auf.
Auch die Nutzung alternativer Energiequellen in Gebäuden des Kreises trägt zur guten Bilanz bei. So liefern die Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Gymnasiums in Lübbenau und auf dem Dach des Gesundheitsamtes in Senftenberg zuverlässig Strom. Die Solaranlage auf der Turnhalle der Förderschule „Lernen“ in Lübbenau deckt, so die Kreis-Sprecherin, etwa 65 Prozent des gesamten Energiebedarfs für das Warmwasser der Sporthalle.

„Auch zukünftig werden wir in der Umsetzung baulicher Maßnahmen den Schwerpunkt in der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes legen. Ein Großprojekt, mit dem wir demnächst beginnen, wird die energetische Sanierung des Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnischen Zentrums Großräschen sein. Dort werden mit Mitteln der Kommunalinvestitionsförderung die Fassade, Fenster, Dach und Heizung nach Vorgaben der Energieeinsparverordnung auf den neuesten Stand gebracht. Auch dort ist die Neuinstallation einer Photovoltaikanlage vorgesehen“, sagt Finanzdezernent Wilfried Brödno.

(red/br)