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Bergmannstag am alten Schacht

Am Rande von Klettwitz ragt der Förderturm des Schachtes Klettwitz in die Höhe – der einzige dieser Art im Land Brandenburg.
Am Rande von Klettwitz ragt der Förderturm des Schachtes Klettwitz in die Höhe – der einzige dieser Art im Land Brandenburg. FOTO: Martin Konzag
Klettwitz. Auch in diesem Jahr wird wieder zum Tag der offenen Tür in das Bergbaumuseum Schacht Klettwitz eingeladen. Traditionell öffnet der Schacht am 2. mk

Juli, dem früheren "DDR-Bergmannstag" (ab 11 Uhr), teilt Martin Konzag mit. Der musikalische Frühschoppen in grüner Umgebung ist längst Kult.

Nachmittags werden zur besten Kaffeezeit ab 15 Uhr die Kinder der Kindertagesstätte Klettwitz und der Volkschor Schipkau mit ihren Programmen erwartet. Nach gelungener Premiere im Vorjahr spielen wieder die Großräschener Antoniusmusikanten mit zünftiger Musik auf. Der Kulturverein lädt zudem auch zum Kohle-Kullern ein, bei dem kleine Preise zu gewinnen sind.

Nachdem im Vorjahr das 50. Bestehen des Schachtes begangen wurde, gibt es auch diesmal einen besonderen Grund zum Feiern: Vor 150 Jahren genehmigte das Königlich Preußische Oberbergamt die "Braunkohlengrube Felix zu Clettwitz" - das war die Geburtsstunde des Braunkohlenbergbaus im Raum Klettwitz. Welche Höhen und Tiefen der Bergbau für die damals noch ländlich geprägten Dörfer mit sich brachte, kann heute nur erahnt werden. Die vormals kleinen Dörfer entwickelten sich binnen weniger Jahre zu großen Industriegemeinden. Später fielen Teile der Orte dem Bergbau selbst zum Opfer. Heute prägen Lausitzring und Windpark das Bild auf den früheren Abraumhalden.