Mehr als 1,5 Millionen Kubikmeter Boden werden derzeit im ehemaligen Tagebau Klettwitz bewegt. Denn noch bis Ende Oktober erfolgt der erste Teil der Sanierung des Randschlauches Kostebrau östlich des namensgebenden Ortes, informieren die Bergbausanierer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Gearbeitet wird direkt neben der bereits seit zehn Jahren bestehenden Straße von Klettwitz nach Kostebrau. Wegen der Sanierungstätigkeit wird dort der Verkehr teilweise mittels Ampeln geregelt.

Die Haupttätigkeit besteht in der Auffüllung von Tieflagen. Darüber hinaus erfolgt die Stabilisierung der Böschungen. Das bislang im Randschlauch liegende Restloch wird mit rund 38 000 Kubikmetern Erdmassen verschlossen. Nicht zuletzt entsteht ein neuer, gut 3,5 Kilometer langer Wirtschaftsweg durch das Gelände. Die Fläche ist als künftiger Wald geplant, sagt LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber.

Geotechnische Untersuchungen südlich des Tagebaus Klettwitz

Perspektivisch werden die Bergbausanierer auch südlich der Straße Klettwitz-Kostebrau arbeiten. Geotechnische Untersuchungen laufen. Erst im Zuge der entsprechenden Ergebnisse können dann konkrete Maßnahmen geplant werden.

Der nördliche Randschlauch des Tagebaus Klettwitz war bereits im Jahr 2004 geschlossen worden. Zwischen 1993 und 2003 sind allein rund um Kostebrau bis Lichterfeld rund 120 Millionen Kubikmeter Erdmassen umgeschichtet worden, insbesondere, um die ausgedehnten Tieflagen grundwasserfern zu verschließen.