Zwischen 400 und 600 Hektar bislang gesperrter Flächen in der Bergbaufolgelandschaft geben die Experten von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) jährlich frei. "Es handelt sich vor allem um Rand- und Splitterflächen", teilt LMBV-Bereichsleiter Eckhard Scholz mit. Darunter fielen sowohl Land- als auch Wasserflächen. Allerdings: Die Freigabe von großen zusammenhängenden Kippenflächen sei momentan noch kein Thema. Für die betroffenen Areale werden derzeit die planerischen Grundlagen erarbeitet, um nach dem Jahr 2022 mit ersten großflächigen Sanierungen zu beginnen. "Insofern liegen relevante und mögliche Flächenfreigaben noch ein weites Stück voraus", ergänzt Eckhard Scholz.

Mehr als 3000 Schilder kennzeichnen in der Lausitz die Sperrgebiete der LMBV. Die Bergbausanierer hatten nach dem großflächigem Grundbruch im Tagebau Spreetal im Herbst 2010 die Sperrflächen in der gesamten Region vorsorglich massiv erweitert. Betroffen waren rund 17 500 Hektar auf Innenkippen. Bereits Anfang 2011 wurden knapp 5000 Hektar wieder freigegeben. Diese Areale der Land- und Forstwirtschaft können mit diversen Einschränkungen wieder bewirtschaftet werden.