| 11:27 Uhr

Bergbausanierer LMBV investierte mehr als 260 Millionen Euro

Auf dem Lichtenauer See, einem Tagebaurestloch, bei Lübbenau (Brandenburg) liegt ein Sanierungsschiff der LMBV. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zieht am Donnerstag in Großräschen in Brandenburg Bilanz des vergangenen Jahres.
Auf dem Lichtenauer See, einem Tagebaurestloch, bei Lübbenau (Brandenburg) liegt ein Sanierungsschiff der LMBV. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zieht am Donnerstag in Großräschen in Brandenburg Bilanz des vergangenen Jahres. FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Großräschen. Knapp 264 Millionen Euro hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) im vergangenen Jahr in die Sanierung im Zusammenhang mit der Bewältigung von DDR-Altlasten im Braunkohle- und Kali-Bergbau gesteckt. Das wurde am Rande der Pressekonferenz zur Jahresbilanz am Donnerstag bekannt. dpa/Sascha Klein

Der größte Anteil im Kohlesektor entfiel mit 103 Millionen Euro auf Brandenburger Projekte, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mitteilte. In Sachsen wurden 99 Millionen, in Sachsen-Anhalt 40 Millionen und in Thüringen 3,5 Millionen Euro ausgegeben. In die Kali-Spat-Erz-Sanierung flossen zudem knapp 18 Millionen Euro.

Die LMBV wurde 1994 gegründet und betreut 78 Großprojekte mit vielen Einzelbaustellen. Zu Monatsbeginn einigten sich die Ministerpräsidenten der vier betroffenen Länder mit dem Bund auf eine weitere Finanzierung. Bis 2022 erhält die LMBV weitere 1,23 Milliarden Euro. Den größten Anteil der Summe trägt der Bund.

Bergbausanierer LMBV wird in den Jahren 2018 bis 2022 knapp eine Milliarde Euro in die Bergbausanierung in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier investieren. Das betonte Klaus Zschiedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV, während der LMBV-Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz). Bund und Land hatten sich jüngst über ein neues Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung geeinigt. Bislang hat die Braunkohlesanierung in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seit 1991 mehr als 10 Milliarden Euro gekostet. Die LMBV sieht als wesentliche Aufgaben in der Lausitz die Sicherung der Innenkippen der früheren Tagebaue sowie die Gewässergüte in Seen und Flüssen. Unter anderem soll die Eisenkonzentration in der Spree - ein Problem seit einigen Jahren - durch verschiedene Maßnahmen deutlich verringert werden.