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Berekets Wunsch: Altenpfleger werden

Unter der fachlichen Anleitung der Pflegedienstleiterin Heike Baumgarten (rechts) betreut Bereket Tsehaye (Mitte) die Bewohner des DRK-Seniorenwohnparks.
Unter der fachlichen Anleitung der Pflegedienstleiterin Heike Baumgarten (rechts) betreut Bereket Tsehaye (Mitte) die Bewohner des DRK-Seniorenwohnparks. FOTO: DRK/Aswendt
Großräschen. Aufgrund des zu erwartenden Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen wird auch der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahrzehnten weiter ansteigen. Eine Chance bietet dabei unter anderem der Einsatz von Pflegepersonal aus dem Ausland. Peter Aswendt

Neben Fachkräften aus Drittstaaten, deren Berufsausbildung in Deutschland anerkannt ist, bilden Flüchtlinge und Migranten ein nicht zu unterschätzendendes Arbeitskräftepotenzial.

Im Seniorenwohnpark des DRK-Kreisverbands Lausitz in Großräschen macht zurzeit Bereket Tsehaye (26) aus Eritrea ein Praktikum als Altenpflegehelfer. Seit drei Jahren lebt er in Deutschland und wohnt zurzeit in Senftenberg: "Ich bin bei meiner Oma aufgewachsen, deshalb ist mir das Zusammensein mit älteren Mitmenschen nicht fremd", beschreibt er seinen Entschluss, in der Altenpflege zu arbeiten. Der erste Kontakt zum DRK-Kreisverband Lausitz wurde über die Wequa in Lauchhammer hergestellt. Die theoretische Ausbildung erfolgt in Klettwitz auf dem FamilienCampus des Klinikum Niederlausitz.

Der Tagesablauf ist für Bereket Tsehaye in seiner Praktikumszeit fest strukturiert. "Ich muss um 5 Uhr morgens aufstehen, dann mit dem Zug nach Großräschen, damit ich pünktlich um 7 Uhr zum Dienstbeginn da bin", sagt er und beweist damit die Ernsthaftigkeit, mit der er sein Praktikum angeht. Nach einer Besprechung geht der junge Mann aus Eritrea dann in seiner Tätigkeit auf. Vorlesen, Spazierengehen und Essen reichen bei den verschiedenen Bewohnern, macht ihm Spaß.

Auch seine Praxisanleiterin Heike Baumgarten lobt ihren Schützling: "Bereket ist ein sympathischer junger Mann. Tag für Tag lernt er mehr und sein Deutsch verbessert sich Zusehens." Bei den Bewohnern des Wohnparks ist die anfängliche Skepsis gewichen. Gerne lassen sie sich jetzt von dem jungen Mann betreuen: "Er gehört einfach dazu", hört man von den Bewohnern. Für Bereket Tsehaye ist ein kleiner Traum wahrgeworden, den er gerne in eine Ausbildung zur Pflegefachkraft münden lassen will: "Ich möchte gerne in Deutschland bleiben und eine richtige Berufsausbildung zum Altenpfleger machen, das wäre ein großer Wunsch", schließt er und dreht eine Runde mit seinen Bewohnern im Außengelände des DRK-Seniorenwohnparks Großräschen.