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Bekanntschaft mit dem Lausitzring

Klettwitz.. Viel zu hören und viel zu sehen hatten die knapp 40 Besucher bei der ersten Etappe der RUNDSCHAU-Sommertour auf dem Lausitzring. Führer Hartmut Wusch erwies sich als intimer Kenner des Rings. Von Daniel Preikschat

Mittagspause auf dem Lausitzring. Kein Motorenlärm. Das ist die Zeit von Hartmut Wusch. Zwischen 12 Uhr und 15 Uhr findet der Klettwitzer Gastronom und Lausitzring-Experte Ruhe für seine Führung. 40 RUNDSCHAU-Leser kamen gestern in den Genuß, sich von ihm die 570-Hektar große Rennsport-Anlage vorstellen zu lassen.
Durch einen von drei Tunnel fährt der Bus unter einem Teil der Rennstrecke in den Ring - und hält neben dem Fahrerlager. Wuschs Zuhörer sehen vor sich die mächtige Haupttribüne. 25 000 Menschen finden auf dem 38 Meter hohen Bauwerk Platz. Von den oberen Rängen und in den Vip-Lounges (Logen für prominente Besucher) überblickt man jeden einzelnen Meter der Strecke. „Das ist einzigartig“ , weiß Wusch. Entlang der gesamten Strecke kann der Lausitzring 120 000 Zuschauer aufnehmen. Gegenüber der Tribüne und durch Fußgänger- Übergänge mit ihr verbunden liegt ein lang gestrecktes Funktionsgebäude. Darin untergebracht sind 55 Boxen für die Autos, Räume für Streckenkontrolleure, Zeitnehmer, Streckensprecher, Reporter.
Wusch führt die Gruppe ins Media-Center. 450 Journalisten könnten hier arbeiten, jeder mit eigenem PC-Anschluss. Von den Decken hängen Bildschirme, die Namen und Zahlen anzeigen. Vor den Journalisten-Arbeitsplätzen steht ein breites Podest für die Pressekonferenzen. So leer und im Halbdunkel wirkt der Raum fast gespenstisch.
Durch die Boxen führt Wusch die Gruppe an die Strecke. Matthias Lauda, Sohn des legendären Niki Lauda, fährt in einer Limousine auf der Hauptgeraden vorbei. Man sieht seinen Lockenkopf. Hinter den Boxen liegt das Fahrerlager. Ein riesiger Asphalt-Campingplatz, auf dem schon ACDC gerockt hat. „In Klettwitz haben wir von dem Konzert leider nichts gehört“ , bedauert Wusch. Aber den Motorenlärm, „den hört man manchmal bis nach Senftenberg“ , sagt eine Frau. Eine Rentnerin ergänzt neckisch: „Die Autos hier würde ich auch ohne Hörgerät hören.“
Das erweist sich wenige Minuten später. Die RUNDSCHAU-Leser stehen oben auf der Tribüne und genießen den Fernblick bis nach Kamenz und Schwarze Pumpe. Nach und nach schießen drei Rennwagen aus den Boxen. Sie proben für das 1. ADAC-Lausitzrennen übernächstes Wochenende, darunter Milka Duna, die schöne Rennfahrerin aus Venezuela. Wenn die Autos mit 250 Sachen an der Tribüne vorbeischießen, röhrt es in den Ohren. Da kann auch Wusch mit seinem lauten Organ nur schweigen.

Service Die nächsten Stationen
  Dienstag, 15. Juli: Planetarium in Senftenberg. Die Plätze sind leider bereits alle vergeben. Die Besucher treffen sich um 10 Uhr vor dem Planetarium.
Mittwoch, 16. Juli: Amtsgericht in Senftenberg. Nach einem Rundgang durch das Gebäude und den Aussichtsturm können die Besucher eine Gerichtsverhandlung besuchen. Für diese dritte Sommertour-Station können sich Interessenten heute telefonisch von 14 bis 15 Uhr anmelden unter: 03573/794540.
Die weiteren Stationen werden in der RUNDSCHAU angekündigt.