Denn gegen die Absicht der Stadt, die Kreiselausfahrt Jahnstraße aus Richtung Burg zu sperren, stößt bei den meisten Mitgliedern auf Widerstand. Denn Ortskundige würden wissen, wie sie das Verbot umgehen.Zudem ist vorgesehen, die Jahnstraße und die Thälmannstraße zu Anliegerstraßen abzustufen. Den Anliegern müsse man dazu deutlich sagen, dass es hierbei für sie um Geld geht, bemerkte Christoph Schneider (parteilos/CDU-Fraktion). Bisher seien die breite Jahnstraße und die Thälmannstraße, die als Verbindung zur Autobahn gern auch von Auswärtigen genutzt werden, Haupterschließungsstraßen. Die Stadt sei daran interessiert, Verkehr und Lärm aus diesen Straßen zu nehmen, erklärte Bauamtsleiterin Anke Lehmann. Der Schwerlastverkehr soll über die Landesstraße, also Gagarinstraße - Pieckstraße, durch Vetschau geführt werden. Pkw würden durch die Bahnhofstraße geleitet. Touristen beispielsweise bekämen so Gelegenheit, sich die Stadt anzuschauen. Die Bahnhofstraße sei für den Verkehr zu schmal ausgebaut, kam ein Hinweis. Karola Schmidt (Die Linke) schlug vor, einen Wegweiser zur Autobahn so aufzustellen, dass die Fahrzeuge über die Gagarinstraße geleitet werden.Ein Befürworter des Abbiegeverbots in die Jahnstraße ist Lothar Vogeler, sachkundiger Einwohner. "Wenn wir nichts weiter machen, werden die Autos nach wie vor über die Jahnstraße fahren. In der Vergangenheit haben auch Schikanen nichts gebracht", sagte er. Werner Buchan (SPD) dagegen sprach sich im Namen seiner Fraktion dafür aus, den Kreisverkehr in jede Richtung zu öffnen. Ortskundige würden eh eine Möglichkeit finden. "Wenn wir die Ausfahrt sperren, wird vielleicht die Bebelstraße, wenn sie ausgebaut ist, stark befahren", so Buchan. Das könne nicht der Wille sein, denn an dieser Straße entstehe das Bürgerhaus. Warum ausgerechnet diese Straße Haupterschließungsstraße werden soll, verstand Ronald Hauck (Linke/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) nicht. Anke Lehmann erklärte, dass solche Entscheidungen vom Verkehrsaufkommen abhängen. "Außer Anlieger und Radfahrer werden dort aber nicht viele fahren", entgegnete Hauck. "Lasst uns die vorgesehenen Regelungen einfach probieren", forderte die Bauamtsleiterin auf. Hannelore Kuschy