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| 01:07 Uhr

Bei Sanierung kleinere Brötchen backen

Ruhland.. Er ist mehr als 700 Jahre alt und trotzdem einer der schönsten weit und breit. Der Ruhlander Altstadtkern ist ein Hingucker. Bis zum Herbst soll ein weiteres Teilchen im Sanierungs-Puzzle eingesetzt sein: die Hospitalstraße. Baustart ist bereits in der kommenden Woche. Andrea Budich


Ruhland war 1992 landesweit eine der ersten Städte, die ein Sanierungsgebiet festschrieb. Bund, Land und Kommune sitzen seitdem bei der Sanierung des Altstadtkerns in einem Boot. Weit mehr als 15 Millionen Euro sind bisher auf diesem Wege nach Ruhland geflossen. Fünf Millionen Euro schwer war der Eigenanteil der Stadt. „Ganz so große Brötchen wie in den 90er-Jahren können wir längst nicht mehr backen“ , so Amtsdirektor Roland Adler. Klein, aber fein geht es dennoch voran. Im vergangenen Jahr wurde die Gutshofstraße samt neuer Brücke auf Vordermann gebracht. Wenn die Hospitalstraße ab Ende Oktober in neuem Glanz erstrahlt, ist im nächsten Jahr die Zeit reif für die Lange Straße plus Brückenbau.
In ihrer letzten Tagung vor der Sommerpause beschlossen die Stadtverordneten gestern Abend die Vergabe der Bauleistungen zum Ausbau der Hospitalstraße. Sie wird grundhaft erneuert. Mit Niederschlags- und Schmutzwasserkanal, Trinkwasserleitung, Straßenbeleuchtung und neuer Decke. Gut 15 000 Euro lässt sich Ruhland den Bau kosten. Dazu kommen rund 35 000 Euro, die der Wasserverband investiert. Die sanierte Hospitalstraße ist damit in bester Gesellschaft: der Markt mit Brunnen, Kirchplatz, Berliner Straße und Brauhausplatz sind bereits herausgeputzt.