| 17:30 Uhr

Cottbus/Senftenberg
Behörden-Mitarbeiter sind zum Warnstreik aufgerufen

Cottbus/Senftenberg. Verdi macht Dampf nach zwei erfolglosen Runden.

Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Beschäftigten der Kommunal- und Kreisverwaltungen auch im Oberspreewald-Lausitz-Kreis am heutigen Donnerstag zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. „Es wird flächendeckend zu Einschränkungen kommen, punktuell wird sich auch mal gar nichts tun. Behördengänge können also ziemlich lang werden oder auch ausfallen“, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Dirk Höntsch. Mit dem Ausstand solle „nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden für die 2,4 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen ein deutliches Signal an die Arbeitgeberseite“ gesendet werden.  Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von sechs Prozent, mindestens aber von 200 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und das Angleichen des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert.

Gestreikt wird zentral in Cottbus vor der Knappschaft Bahn-See. Aus den Landkreisen in Südbrandenburg werden Delegationen der streikenden Kommunalbeschäftigten zur Demonstration und Kundgebung erwartet. Für die Rettungsleitstelle Lausitz und für die Berufsfeuerwehr in Cottbus hat die Gewerkschaft einen Notdienst zugesagt.