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Behörde nimmt Fahrradstraße unter Lupe

Am vergangenen Freitag kam es am Jüttendorfer Anger zu einem Unfall mit Radfahrerbeteiligung. Es ist dort der zweite seit April 2013.
Am vergangenen Freitag kam es am Jüttendorfer Anger zu einem Unfall mit Radfahrerbeteiligung. Es ist dort der zweite seit April 2013. FOTO: Jan Augustin
Senftenberg. Die Verkehrssituation ist eigentlich klar: Fahrzeuge, die den Jüttendorfer Anger kreuzen, müssen Pedalrittern auf der Fahrradstraße die Vorfahrt gewähren. Dass der Bereich trotzdem nicht ungefährlich ist, beweist ein Unfall am vergangenen Freitag, als eine Radfahrerin nach einem Sturz medizinisch versorgt werden musste. Jan Augustin

Um eine Einschätzung der Situation hatte nach Bürgerhinweisen kürzlich die Stadtverordnete Kerstin Weidner (Agsus) die Verwaltung gebeten. Weidner schlug vor, in dem Bereich, von beiden Seiten aus, zwei Stoppschilder aufzustellen. Doch sieht die Straßenverkehrsbehörde bisher keinen akuten Handlungsbedarf. Das teilt Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) auf Nachfrage mit. Nach einer Anfrage zur Verkehrssituation seien zwei gemeinsame Vororttermine im April und im August durchgeführt worden. Ein weiterer Termin mit der Straßenverkehrsbehörde zu einer aktuellen Beurteilung der Verkehrssituation soll an diesem Freitag stattfinden. Durch die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Oberspreewald-Lausitz wird dieser Bereich nicht als Unfallschwerpunkt eingeschätzt, teilt Fredrich weiter mit.

Im Zuge des grundhaften Straßenausbaus und der Neugestaltung des Jüttendorfer Angers wurde die Fahrradstraße, die in der Hörlitzer Straße beginnt und bisher am Kreuzungsknoten August-Bebel-Straße endete, über den Jüttendorfer Anger bis zum Stadtzentrum verlängert. Mit der Bauabnahme im April 2013 wurde die neue Radfahrerführung für den Verkehr freigegeben. Seitdem gab es in diesem Bereich nur zwei Unfälle mit Radfahrerbeteiligung - im Mai 2014 und am vergangenen Freitag.