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Begeistert von der Stadt

Der Schwarzheider Bürgermeister Bernd Hübner während des multikulturellen Abends mit seinen gut gelaunten Amtskollegen Raffaele Esposito (l.) aus Italien, Dr. Sandor Fazekas (2.v.r.) aus Ungarn und Andrzej Chinalski (r.) aus Polen.
Der Schwarzheider Bürgermeister Bernd Hübner während des multikulturellen Abends mit seinen gut gelaunten Amtskollegen Raffaele Esposito (l.) aus Italien, Dr. Sandor Fazekas (2.v.r.) aus Ungarn und Andrzej Chinalski (r.) aus Polen. FOTO: Foto: Bernd Balzer
Schwarzheide.. Lange Zeit hatteSchwarzheide keine Partnerstadt. Dann stand auf einmal die polnische Stadt Krosno vor der Tür. Den Gesprächen und Besuchen folgte bald die Vertragsunterzeichnung. Gestern am späten Nachmittag wurden die dauerhaften Kontakte mit Karcag in Ungarn besiegelt. Von Bernd Balzer

Mit Piano di Sorrento in Italien bahnt sich die nächste Partnerschaft an. Die offiziellen Vertreter aller drei Städte haben Schwarzheide in den vergangenen Tagen auch mal von einer anderen Seite kennen gelernt - sie waren Gäste des Wasserturmfestes. Am Rande dieser Veranstaltung fand dann noch ein multi-kultureller Abend statt. Die RUNDSCHAU nutzte diese einmalige Gelegenheit, um mit den Partner-Bürgermeistern über ihre Erfahrungen und Hoffnungen hinsichtlich der Städtepartnerschaft mit Schwarzheide zu sprechen.
Andrzej Chinalski, Bürgermeister von Krosno, blickt zurück und nach vorn: „Wir haben vor drei Jahren den Partnerschaftsvertrag unterschrieben und seit dieser Zeit großen Wert auf die Kontakte der Jugend, speziell der Gymnasien, gelegt. Die weitere Zusammenarbeit betrifft die Kultur und den Sport. Auch waren eure Erfahrungen als EU-Mitglied für uns sehr lehrreich. Wir konnten sie nutzen und jene Fehler vermeiden, die ihr gemacht habt. Durch die gute Zusammenarbeit zeigen sich heute schon die Ergebnisse beim Beantragen von Fördermitteln aus der Union. Wir werden weiterhin auch über wirtschaftliche Kontakte sprechen. Ich denke, im Oktober wird es zu den ersten Kontakten zwischen deutschen und polnischen Unternehmen kommen.“
Sein ungarischer Amtskollege Dr. Sandor Fazekas aus Karcag meint: „Wir hoffen, dass wir viele Kontakte auf allen Gebieten aufbauen können, nicht nur unter den Verwaltungen, sondern zwischen den Einwohnern. Die Einwohner von Karcag wissen über die Städtepartnerschaft Bescheid und freuen sich darauf.“
Raffaele Esposito ist in der italienischen Gemeinde Piano di Sorrento Stadtdirektor und Vorsitzender des dortigen Parlamentes. Auch er wünscht enge Beziehungen zur Lausitzer Kleinstadt: „Wir sind begeistert von der Aussicht auf eine Städtepartnerschaft, obwohl sich Schwarzheide und Sorrento sehr unterscheiden. Wir sind ganz auf Tourismus ausgerichtet, Schwarzheide ist dagegen eine Industriestadt. Da ist es interessant, beide zusammen zu bringen und einen Kulturaustausch zu starten. Wir sind momentan in der Planung und hoffen, noch in diesem Jahr einen Vertrag unterzeichnen zu können.“
In der letzten Septemberwoche, passend zum Fest des Heiligen Patrons am 29. September, werde eine Delegation von Schwarzheide nach Italien zum besseren Kennenlernen reisen und alles Weitere besprechen.