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Sturmschäden
Bedenkliche Nachwehen der Herbststürme in der Kritik

Tettau. Gefahr an Straße nach Tettau scheint nicht gebannt.

Die Kreisstraße zwischen Lauchhammer und Tettau ist nach dem Sturmtief Herwart, das am Wochenende über die Lausitz gefegt war, gesperrt worden. Denn vom Waldrand, von dem Anfang Oktober eine Eiche auf eine Radlergruppe gestürzt war und eine Frau in den Tod gerissen hatte, ist erneut Gefahr ausgegangen. Entwurzelte Bäume, die wegen der starken Windböen am Sonntag nicht sofort entfernt werden konnten, hatten den Einsatzleiter der Feuerwehr Ortrand zum Handeln veranlasst. Die Verkehrsader ist wieder freigegeben worden. In die Birken, die teilweise fast entwurzelt in der Landschaft stehen, haben  Passanten allerdings weiter wenig Vertrauen. Lediglich der straßenbegleitende Radweg ist noch abgesperrt. Allein die Länge der schwankenden Birken aber lässt darauf schließen, dass die Bäume - so sie umstürzen - auf die Straße fallen dürften. Das Land stellt indessen sturmgeschädigten Waldbesitzern durch den bei Tettau auch tödlich wütenden Xavier nach den Aufräumarbeiten und Verkehrssicherungspflichten erste Finanzhilfen für das Aufarbeiten von Schadholz in Aussicht. Das teilt Ministeriumssprecher Dr. Uwe Schade mit. „In der Ausnahmesituation zeigt sich deutlich, dass der Kleinprivatwald, der in einem forstwirtschaftlichen Zusammenschluss organisiert ist, Vorteile gegenüber den Einzelkämpfern hat“, erklärt er.

(kw)