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Baustart an historischen Schulhäusern in Kostebrau

Andreas Pietzuch (60), Petra Constanino (48) und Ingrid Güttner (56) schaffen im historischen Klassenzimmer jetzt Baufreiheit.
Andreas Pietzuch (60), Petra Constanino (48) und Ingrid Güttner (56) schaffen im historischen Klassenzimmer jetzt Baufreiheit. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Kostebrau. Der vor mehr als 100 Jahren von den Gemeindevätern großzügig erbaute Schulkomplex für die Dorfkinder in Kostebrau wird nun umfangreich saniert. Nach dem Schließen der Schule Ende der 90er-Jahre war sie im Jahr 2001 vom neu gegründeten Heimatverein wieder mit Leben erfüllt und einer sinnvollen Nutzung zugeführt worden. sam1

Heute ist die alte Schule wieder ein Ort der Begegnung und des Lernens. Im Haus II, das ein Jahrhundert alt ist, wird die Dorf- und Industriegeschichte rund um Kostebrau lebendig und anschaulich erzählt. In acht Ausstellungsräumen sind unter anderem in den Kabinetten Handwerk, Schule, Heimatstube und Bergbau mehr als 500 Einzelexponate zu sehen. Sie alle müssen nun angefasst werden, damit Freiheit für die nun anstehenden Bauarbeiten geschaffen werden kann. Mit europäischen Fördergeldern für die ländliche Entwicklung und Eigenmitteln der Stadt Lauchhammer werden die Mehrzweckhäuser nun grundhaft auf Vordermann gebracht.

"Die lange Bauphase, die bis in den Juli reichen soll, nehmen wir zum Anlass, unsere Ausstellungskabinette neu zu gestalten", sagt Vereinsvorsitzende Ingeborg Mittag. Sie ist Chefin von 29 Mitstreitern. 60 Prozent der Mitglieder sind älter als 50 Jahre.

Derzeit kann das beliebte Vereinscafé noch aufrechterhalten werden, erklärt Ingeborg Mittag. Es schließe am 26. Februar nach einem spannenden Vortrag zu "Südamerika".

Der rührige Heimatverein Kostebrau aber bleibt nicht untätig. "Wir arbeiten in der Bauphase weiter an den Objekten zur Neu- und Umgestaltung der Museumsräume. Wenn das alte Haus auf Vordermann gebracht ist, muss der innere Geist auch noch anspruchsvoller ausstrahlen", betont die Vorsitzende. An der alten Schule werden Heizung, Fenster, Dach und die Fassade erneuert. Mit einem großen Fest sollen nach dem Umbau die Ausstellungen des Heimatvereins wieder eingeweiht werden, kündigt Ingeborg Mittag schon in Vorfreude an.