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Baustart am Wasserwerk in Amtsstuben ausgebremst

Gebremster Baustart: Das Schicksal hatte den Wasserverband Lausitz auch schon ereilt, als das Wasserwerk Tettau grunderneuert wurde. Ein Jahr später als geplant ist 2005 begonnen worden.
Gebremster Baustart: Das Schicksal hatte den Wasserverband Lausitz auch schon ereilt, als das Wasserwerk Tettau grunderneuert wurde. Ein Jahr später als geplant ist 2005 begonnen worden. FOTO: Rasche/str1
Senftenberg/Tettau. Versorger wartet auf Erlaubnis für das Absenken des Grundwassers auf Baustelle. Zeitplan ist schon unrealistisch geworden. Kathleen Weser

Der Bauzeitplan für das Wasserwerk Tettau ist durch bürokratische Fehlstarts unrealistisch geworden. Die Anlage soll eigentlich im nächsten Jahr so erweitert sein, dass auch wieder große Teile im Raum Hoyerswerda mit Trinkwasser versorgt werden können. Dafür war ein bereits mehr als hundert Jahre bewährter Wasserpakt vor zwei Jahren wiederbelebt worden. Denn das Bergbauunternehmen stellt die laufende Lieferung aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe an öffentliche Versorger ein.

Doch der Baustart in Tettau ist noch immer unklar. Zuerst hatten geänderte Förderrichtlinien im Land Brandenburg den Wasserversorger im Zeitplan zurückgeworfen. Die Anträge, die auf Grund der Förderbestimmungen nur geringe Erfolgsaussicht haben, mussten schließlich mit den aktualisierten Formularen neu eingereicht werden. Inzwischen ist die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn eingetroffen, bestätigt Dr. Roland Socher, der Vorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL). Aber jetzt drückt den Chef des Wasserversorgers ein neues Problem: Die wasserrechtliche Erlaubnis für das Absenken des Grundwassers lässt auf sich warten. Die im Pumpversuch ermittelte Menge, die von der Baustelle ferngehalten werden muss, übersteigt die Entscheidungsbefugnisse der Genehmigungsbehörde des Landkreises. Mehr als 2000 Kubikmeter Wasser müssen pro Bautag weggeschafft werden. Der Segen dafür in Form einer wasserrechtlichen Erlaubnis muss aus den Cottbuser Amtsstuben des Landes Brandenburg kommen. Roland Socher hofft nun darauf, dass das Papier bis Ende Juni im Senftenberger Verbandssitz eintrifft.

Der Bauherr steht in den Startlöchern. Die Firmen, die sich auf die Ausschreibung der Bauleistungen beworben hatten, haben ihre Angebotsfrist schon verlängert. Die Aufträge sind auch vergeben.

Fest steht aber: Die Erweiterung des Wasserwerkes ist nicht mehr pünktlich zu realisieren. Das Werk kann bis Ende nächsten Jahres nicht vollbracht sein. "Wir werden Übergangslösungen finden müssen", bestätigt der Vorsteher.