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Lausitzer Seenland
Jetzt ist Baufreiheit für die neue Sedlitzer Bucht geschaffen

Der Sedlitzer See. Oben rechts befindet sich die Bucht, an der ein Wohnstandort entwickelt und ein Wasserwanderrastplatz entstehen sollen.
Der Sedlitzer See. Oben rechts befindet sich die Bucht, an der ein Wohnstandort entwickelt und ein Wasserwanderrastplatz entstehen sollen. FOTO: Peter Radke/LMBV
Senftenberg/Sedlitz. Die Haupttrinkwasserleitung ist auf 320 Metern Länge fertig umverlegt. Die Stadt Senftenberg bringt nun die Straße für das Wohngebiet auf den Weg. Von Kathleen Weser

Der erste Schritt zum Wasserwanderrastplatz in der Sedlitzer Bucht ist vollbracht: Eine Haupttrinkwasserleitung, die durch das Baufeld führte, ist auf 320 Metern Länge umverlegt worden. Das Wasser fließt schon wieder durch den großen Versorgungsstrang von Senftenberg über Sedlitz weiter nach Großräschen und Neupershain sowie in Richtung Welzow. Das bestätigt Dr. Roland Socher, der Vorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL). 180 000 Euro sind investiert worden, um das Baufeld am Sedlitzer See frei zu machen.  „Die Wasserleitung verläuft nun außerhalb des künftigen Hafenbeckens unter dem geplanten Radwegeabschnitt am Sedlitzer See“, bestätigt Dana Hüttner, die Sprecherin des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB), der das Areal gemeinsam mit der Stadt Senftenberg federführend entwickelt. Denn hier soll auch ein im Lausitzer Seenland nachgefragter Wohnstandort mit Seltenheitswert entstehen. Denn Bauwillige zieht es an die neuen Ufer. Der Seeblick lockt. „Nunmehr besteht pünktlich Baufreiheit für den Sedlitzer Wasserwanderrastplatz und für die Böschungsgestaltung im Rahmen der Bergbausanierung“, erklärt Dana Hüttner. Das neue Ufer wiederum ist Voraussetzung dafür, den weißen Fleck in der Bergbaufolgelandschaft für Siedler baureif zu machen. Dabei halten die Stadtväter auch die Option offen, weitere Ferien-Domzile zu ermöglichen.

Als erster Baustein an der Sedlitzer Bucht sollen aber der Wasserwanderwanderrastplatz mit einer kleinen Marina und einem Schiffsanleger sowie der Sedlitzer Strand realisiert werden. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB), der die Entwicklungsflächen der neuen Reiseregion in der Bergbaufolgelandschaft planerisch voll in Regie genommen hat, schafft die touristische Basis-Infrastruktur. Für das Seenland-Projekt soll in das mit Bund und Braunkohleländern ausgehandelte Budget für die Aufwertung der Bergbaufolgelandschaft (Paragraf 4) gegriffen werden.

Die Uferlinie der kommunalen Fläche, die als Wohnstandort am Wasser in Sedlitz vermarktet werden soll, kann nur im Gleichschritt mit der bergbaulichen Sanierung gestaltet werden. Das Areal, das in Besitz der Stadt Senftenberg ist, soll dann erneut ausgeschrieben werden, um private Investoren und Bauherren zu finden. Die Ratsrunde geht nun ans Werk, um die Haupterschließungsstraße für den Wohn- und Tourismusstandort auf den Weg zu bringen.