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Teilhabe
Bau-Mindestlohn steigt auf 11,75 Euro pro Stunde

Senftenberg. Im Kreis Oberspreewald-Lausitz gilt seit März ein neuer Lohn-Sockel für 119 Bauunternehmen

(red/br) Für die 1820 Bauarbeiter aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz gilt seit vorigem Monat ein höherer Mindestlohn. Maurer, Zimmerer und

Co. müssen nun mindestens 11,75 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am Monatsende 78 Euro mehr auf dem Lohnzettel – ein Lohn-Plus von vier Prozent, wie die Industriegewerkschaft BAU mitteilt.

Die IG BAU Südbrandenburg spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Jetzt bekommen die Bauarbeiter etwas von den steigenden Umsätzen ab“, sagt Bezirksvorsitzende Regina Grüneberg. An den Mindestlohn müssen sich alle 119 Bauunternehmen im Kreis Oberspreewald-Lausitz halten. Die Gewerkschaft rät dennoch,dass Facharbeiter auf den deutlich höheren Tariflohn bestehen sollten. Der liegt zurzeit bei 18,14 Euro pro Stunde und ist fällig, wenn der Betrieb im Arbeitgeberverband und der Beschäftigte Gewerkschaftsmitglied ist. Antworten auf alle Fragen rund um den Lohn bietet die Info-Hotline der IG BAU unter Telefon 0391 4085232.