Anton Faust (PDS) wiederholte seine Argumente aus dem Sozialausschuss, der die Beratungsrunde am Montag eröffnet hatte (RUNDSCHAU berichtete). „Wenn die Vorlage abgelehnt wird, haben wir den alten Zustand. Ein mehrheitliches Ja würde bedeuten, wir können auf halbem Weg nicht mehr stehen bleiben.“ Hintergrund: Vorgeschlagen ist, einen ersten Bauabschnitt mit Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro auf den Weg zu bringen. Das zu erzielende Einspar-Potenzial für die laufende Bewirtschaftung des Tierparks wäre laut dem aktuellen Konzept aber erst nach der Runderneuerung zu erreichen. Kostenpunkt: insgesamt 3,4 Millionen Euro nebst der (noch) unberechenbaren Größen von entscheidenden Beiträgen aus Sponsorengeldern und Leistungen des Fördervereins. „Es wird finanziell immer enger. Wir sind in der falschen Spur. Denn wir würden uns Belastungen organisieren, die die Stadt später bereuen könnte“ , argumentierte Faust weiter für eine Schließung des Tierparkes. Denn persönlich könne er „die eingesperrten Viecher auch nicht mehr sehen“ .
Petra Demuth (CDU) erklärte mit Blick auf die Liste der freiwilligen Ausgaben und die notwendig gewordene Haushaltssicherung, dass der Brocken Tierpark in keinem Vergleich zu anderen Angeboten stehe. Es schmerze sie, dass das Jugendhaus „Pegasus“ an einen freien Träger gegeben werden müsse, um Haushaltslöcher zu stopfen. „Das Zeichen, die Jugend wegzuschicken und den Tierpark zu finanzieren, wäre kein gutes“ , machte sie deutlich. Außerdem sei das Lausitzer Seenland zu schultern. Und davon hätten mehr Bürger etwas als vom Tierpark.
Der Beschlussvorschlag fiel im Ausschuss durch. (KaWe)