| 18:08 Uhr

Tor zum Seenland
Bahnhof Sedlitz als Seenland-Tor

Die Stadt Senftenberg möchte das Bahnhofsgebäude an der Haltestelle Sedlitz Ost von der Deutschen Bahn AG kaufen.
Die Stadt Senftenberg möchte das Bahnhofsgebäude an der Haltestelle Sedlitz Ost von der Deutschen Bahn AG kaufen. FOTO: Josephine Japke / LR
Sedlitz. Der Erwerb des Bahnhofsgebäudes an der Haltestelle Sedlitz-Ost durch die Stadt Senftenberg ist auf der Einwohnerversammlung am Mittwoch diskutiert worden. Von Josephine Japke

Die Stadt Senftenberg will das Bahnhofsgebäude in Sedlitz kaufen. „Wir werden das Gebäude von der Bahn bekommen und es dann optisch aufpeppen“, verkündete Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) Mittwochabend auf der Einwohnerversammlung im vollen Bürgerhaus Sedlitz. „Das Gebäude, nicht die Bahnsteige und Unterführungen, wurde ausgeschrieben, die Stadt hat sich beworben und den Zuschlag erhalten“, bestätigt auch Pressesprecher Andreas Groebe.

Welche Bedeutung dieser Bahnhof hat, betont der Bürgermeister vor den etwa 30 anwesenden Anwohnern immer wieder: „Er ist der einzige Bahnhof im Seenland, von dem man aus direkten Zugang zum See hat.“ Bei all den touristischen Plänen, die für die Region vorliegen, müsse dieses Gebäude genutzt werden. Wie genau das aussehen soll, ist unterdessen noch nicht klar.

Fakt ist aber, dass der Sedlitzer See sowohl für die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), als auch für den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) eine Großbaustelle bleibt. „Der Seestrand Lieske wird einer von zwei Stränden am See. Und die Sedlitzer Bucht soll Erholung für Gäste und Anwohner bieten, einen Strandbereich, Gastronomie und einen kleinen Hafen mit 25 Liegeplätzen beherbergen“, erklärt auch Verbandsvorsteher Volker Mielchen das Großprojekt.

Unabhängig von den touristischen Plänen äußerten die Bürger auf der Versammlung den Wunsch nach einer Sanierung „ihrer Haltestelle“. Doch laut Bahn, der der Bahnhof gehört und die für Umbauarbeiten verantwortlich ist, reichen die Sedlitzer Fahrgäste nicht aus, um eine Sanierung zu rechtfertigen, erklärt Andreas Fredrich. „Aktuell klappt das ja nicht mal am Bahnhof Senftenberg“, sagt er. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, denn in drei bis vier Jahren, wenn die Pläne für die Region realisiert worden sind und Sedlitz durch seinen Standort mehr Touristen anzieht, dann „wird auch die Sanierung des Bahnhofs wieder ein Thema werden“, ist sich der Bürgermeister sicher.