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| 10:32 Uhr

Verkehrsknoten
Bahnhof Ruhland wird wieder komplett gesperrt

 Auf dem Ruhlander Bahnhofsvorplatz wird seit Monat ordentlich rangeklotzt. Diese Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein.
Auf dem Ruhlander Bahnhofsvorplatz wird seit Monat ordentlich rangeklotzt. Diese Arbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein. FOTO: Rasche Steffen / STEFFEN RASCHE
Ruhland. Der Umbau des Ruhlander Bahnhofes geht 2019 ins Finale. Der Knotenpunkt muss für den Zugverkehr mehrfach komplett gesperrt werden. Von Torsten Richter-Zippack

Bereits seit dem Jahr 2015 wird im und am Ruhlander Bahnhof gebaut. Die Deutsche Bahn als Bauherr investiert rund 70 Millionen Euro in den Komplettausbau des Knotenpunktes, der Tag für Tag von mehr als 1000 Zugfahrgästen genutzt wird. Zum Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis es soweit ist, wird es noch mehrere Vollsperrungen geben, kündigt Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost an. „Die Termine sind so gelegt worden, dass der Reiseverkehr möglichst wenig beeinflusst wird“, erklärt Poschke-Frost. Betroffen seien in erster Linie die Nachtstunden. Die nächste Komplettsperrung stehe bereits vom 25. Februar bis 2. März, jeweils zwischen 23 bis 5 Uhr, an. Am letzten Maiwochenende komme die Bahn allerdings nicht um eine durchgehende Totalsperrung herum. Anderenfalls könnten diverse Arbeiten, beispielsweise an den Oberleitungen, nicht erfolgen. Darüber hinaus stünden vom 24. bis 27. Mai Mess- und Abnahmefahrten an. „Die Deutsche Bahn wird die Reisenden rechtzeitig über die Einschränkungen informieren“, kündigt Erika Poschke-Frost an.

Im finalen Jahre des Bahnhofsumbaus wollen die Bahningenieure Restarbeiten im Kabeltiefbau, an der Oberleitung und an der Gleisfeldbeleuchtung ausführen. Darüber hinaus stehen Tätigkeiten im unmittelbaren Umfeld der Gleisanlagen an. Dazu gehören Anpflanzungen und Ansaaten. Nicht zuletzt erhält die Treppe am Personentunnel eine Einhausung als Wetterschutz. Anschließend erfolgt die Beräumung der Baustelleneinrichtungen. „Sowohl der Kosten- als auch der Terminplan werden eingehalten“, sagt Poschke-Frost.

Während der vergangenen Jahre sind unter anderem ein neuer Personentunnel, moderne Bahnsteige, ein elektronisches Stellwerk sowie die beiden neuen Bahnbrücken über die Bernsdorfer Straße entstanden. Hinzu kommt der neu gestaltete Bahnübergang im benachbarten Schwarzbach.

Indes ist auch das Amt Ruhland bezüglich des Bahnhofes nicht untätig. Denn für rund zwei Millionen Euro entsteht ein neues Umfeld um den Verkehrsknotenpunkt. So sind 100 Parkplätze, die sich näher am Bahnhof als bislang befinden, geplant. Seit Mitte Februar erfolgt die Erneuerung der Energieleitungen und des Regenwasserkanals an der Kreuzung Bahnhofstraße/Güterbahnhofstraße. René Mehl vom Ruhlander Bauamt bezeichnet diese Maßnahme als „wesentlichen Meilenstein“. Für die mit dem Auto ankommenden Zugreisenden wurde ein provisorischer Parkplatz eingerichtet. Durch den Kreuzungsbereich geht es derzeit nur im Einbahnstraßenverkehr. Die Einmündung sowie der erste neue Parkplatzbereich mit 41 Stellflächen soll laut Mehl bis Ende März vollendet sein.

Darüber hinaus laufen derzeit die Vorbereitungen für den finalen Bauabschnitt. Dabei geht es um den Rückbau des alten und die Herstellung des neuen Busbahnhofes mit fünf Busstellflächen. „Bis zum Jahresende 2019 soll alles vollendet sein“, sagt René Mehl.

Keinen neuen Stand gibt es indes zum eigentlichen Bahnhofsgebäude. Die Immobilie ist bereits Ende 2014 an einen Privatmann verkauft worden. Das Haus, gebaut im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, wartet noch immer auf seine Sanierung.