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| 16:48 Uhr

Senftenberg will Kreis-Verwaltungssitz bleiben und prüft neue Standorte
Bahnhof als neues Ämterzentrum

Das Senftenberger Bahnhofsgebäude: die letzte Sanierung liegt fast 20 jahre zurück.
Das Senftenberger Bahnhofsgebäude: die letzte Sanierung liegt fast 20 jahre zurück. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Prüfauftrag an Senftenbergs Bürgermeister übergeben: Kreisstadt soll Bahnhofsgebäude kaufen und fit machen für neuen Kreisverwaltungs-Sitz. Von Andrea Budich

Das heruntergekommene Bahnhofsgebäude in Senftenberg gehört nicht gerade zu den Anziehungspunkten der Stadt. Überlegungen, das Bahnhofs-Elend in städtischer Obhut zu beenden, sind in dieser Woche bei der Sonder-Stadtverordnetenversammlung kräftig befeuert worden.

Der CDU-Stadtverordnete Klaus-Jürgen Graßhoff hat in der Parlamentsrunde zwar keine Geschenke verteilt. Wohl aber einen Prüfauftrag an Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD). Über den Jahreswechsel soll das Stadtoberhaupt einen Vorschlag erarbeiten, um den Verwaltungsstandort des Landkreises in der Stadt zu stärken. Speziell der Kauf des Bahnhofsgebäudes und dessen Umbau zu einem repräsentativen Kreis-Verwaltungssitz soll bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einer Prüfung unterzogen werden. „Wenn wir die Kreisverwaltung in Senftenberg halten wollen, müssen wir etwas tun“, appelliert Graßhoff.

Das Echo zum Bahnhofs-Vorstoß war in den Abgeordnetenreihen am Dienstagabend recht verhalten. Das Vorhaben, den Verwaltungsstandort des Kreises in der Stadt zu stärken, wurde zwar begrüßt, gleichzeitig aber auch betont, dass städtische Interessen und die des Kreises unter einen Hut zu bringen sind. Bürgermeister Andreas Fredrich räumte ein, dass das Bahnhofs-Projekt ein gemeinsames von Stadt und Kreis sein sollte. Er kann sich gut vorstellen, dass der Landkreis den Senftenberger Bahnhof  erwirbt und diesen als Verwaltungssitz ausbaut. Als Gegenleistung würde die Stadt prüfen, welche städtischen Bereiche ebenfalls an diesen Standort ziehen könnten. Gleichzeitig gab er  zu bedenken, dass der Bahnhof kein zentrumsnahes Gebäude ist. Denn die Kreisverwaltung soll sich nach Vorstellungen des Landrates Siegurd Heinze (parteilos) künftig in der Stadtmitte konzentrieren.

Konkrete Vorschläge hat Fredrich aber zugesagt: „Dafür gibt es in Senftenberg eine Fülle von unterschiedlichen Möglichkeiten.“